Unterschrieb beim VfB Stuttgart einen Vertrag bis 2024: Silas Wamangituka. Foto: imago images - imago images

Neue Spieler für den VfB: Der Kongolese Silas Wamangituka kommt vom Paris FC, der japanische Nationalspieler Wataru Endo auf Leihbasis von VV St. Truiden.

Stuttgart (dpa/lsw)Der neue Konkurrent für Mario Gomez saß mit VfB-Sportdirektor Sven Mislintat an einem Tisch und unterschrieb einen langfristigen Vertrag. Ein möglicher Ersatz für den verletzten Orel Mangala tummelte sich am Dienstag auch schon auf dem Trainingsplatz. Am Tag nach dem mühsamen 1:0-Erfolg im DFB-Pokal bei Hansa Rostock hat der VfB Stuttgart zwei weitere Transfers perfekt gemacht.

Zum einen setzte sich der schwäbische Fußball-Zweitligist im Werben um den kongolesischen Stürmer Silas Wamangituka durch. Mit dem 19 Jahre alten Angreifer, der vom französischen Zweitligisten Paris FC kommt, plant der Bundesliga-Absteiger für die nächsten fünf Jahre. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2024.

«Wir sind überzeugt, dass er seinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beisteuern wird», sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat, «und freuen uns sehr, dass Silas sich entschieden hat, mit uns gemeinsam seine nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.» Angesichts der interessierten Konkurrenten hatte Milintat zuvor behauptet: «Wir sind in einer klaren Außenseiterposition. Wir sind der einzige Zweitligist im Rennen.»

Mit der Verpflichtung reagierten die Stuttgarter auch auf die Verletzung des neuen Angreifers Sasa Kalajdzic, der sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Der zweite Neuzugang ist flexibel einsetzbar. Der japanische Fußball-Nationalspieler Wataru Endo kommt zunächst auf Leihbasis bis zum Ende der Saison vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden. Der VfB besitzt danach eine Kaufoption für den 26-Jährigen, wie Mislintat erklärte: «Es ist ein Transfer, an dem wir lange gearbeitet haben. Die Vielseitigkeit spricht absolut für ihn.»

Der 1,78 Meter große Endo kann im defensiven Mittelfeld sowie als Rechts- und Innenverteidiger spielen, am Sonntag kam er noch beim 2:1 gegen Standard Lüttich zu einem Teileinsatz. VfB-Trainer Tim Walter äußerte sich allerdings zunächst zurückhaltend: «Ich habe ihn heute zum ersten Mal gesehen», sagte der 43-Jährige einschränkend: «Ich sehe ihn mehr im Mittelfeld, ich sehe ihn mehr auf der Sechs. Für andere Positionen ist er ein Stück weit zu klein.»

Im Mittelfeld muss der VfB voraussichtlich in den kommenden drei bis vier Wochen auf Mangala verzichten. Mit einer Innenbanddehnung im linken Knie fällt der Mittelfeldspieler vorerst aus. Auch weil sich eine schlimmere Verletzung nicht bewahrheitete, war die Stimmung beim VfB am Tag nach dem Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals gut.

Denn auch Abwehrspieler Holger Badstuber war am Montagabend mit seiner Sprunggelenkblessur laut Mislintat «glimpflich» davon gekommen. Und auch Torhüter Gregor Kobel dürfte nach seinen Hüftbeschwerden voraussichtlich schon am Samstag gegen den FC St. Pauli wieder eine Alternative sein.

Dann käme auch Stürmer Nicolas Gonzalez wieder infrage. Der Angreifer hatte mit der U23 seines Heimatlandes Argentinien bei den Panamerikanischen Spiele Gold gewonnen - und soll in den kommenden Wochen zu einer besseren Leistung beitragen: «Wir waren gefühlt im Kopf eine halbe Sekunde zu langsam», kritisierte Mislintat das Spiel beim Drittligisten Rostock und sprach von einem «schlechten Tag».

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