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Die Inflation, der Ukrainekonflikt, die Probleme bei der gesetzlichen Rente: Wer heutzutage Geld für später anlegen will, hat es bei der Entscheidungsfindung für das richtige Finanzprodukt nicht leicht.
Wer bereits beruflich als Finanzberaterin oder Finanzberater unterwegs ist, kann sich vor diesem Hintergrund mit einer Weiterbildung zum/zur Finanzfachwirt/-in weiter profilieren, um seine Beratungskompetenz zu vertiefen und sich für Führungsaufgaben zu empfehlen.

Zweistufiger Lehrgang

Vor dem Preis kommt der Fleiß: Wer sich als Beraterin oder Berater zum Finanzfachwirt weiterbilden will, muss im Rahmen eines mehrstufigen Systems zur beruflichen Fortbildung kostenpflichtige Abend- und Wochenendlehrgänge belegen.

Dabei wird zunächst die erste Stufe der Weiterbildung erreicht, der Abschluss als Fachberater/-in für Finanzdienstleistungen. Als zweite Stufe erfolgt der Abschluss zum/zur Finanzfachwirt/-in. Die Prüfungen erfolgen an einer Industrie- und Handelskammer (IHK). Die erste Stufe lässt sich sehr oft als berufsbegleitendes Fernstudium erreichen, die zweite erfordert in der Regel den Besuch eines Präsenzkurses.

Voraussetzungen

Potenzielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weiterbildung sollten eine berufliche Vorqualifikation mitbringen. Typisch sind eine Ausbildung als Bankkaufmann/-frau, Investmentfondskaufmann/-frau oder Versicherungskaufmann/-frau, mit anschließender Berufserfahrung.

Zudem werden auch Interessenten akzeptiert, die einen anderen kaufmännischen oder administrativen Abschluss und eine entsprechende Berufserfahrung vorweisen. Allerdings muss diese Tätigkeit einen Bezug zum Arbeitsfeld Finanzen haben.

Fachliches, administratives und rechtliches Know-how

Ziel der Weiterbildung ist es, ein umfassendes wirtschaftliches Fachwissen vermittelt zu bekommen, hinzu kommen spezielle Kenntnisse rund um alle relevanten Finanzprodukte. Zu den weiteren Lehrgangsinhalten gehören die Arbeitsorganisation, wichtige Rechtsgrundlagen sowie die Kundenbetreuung und die Führung von Mitarbeitenden.

In der ersten Stufe zum/zur Fachberater/-in für Finanzdienstleistungen geht es unter anderem um Baufinanzierungen, die private Altersvorsorge, die Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Die zweite Stufe bildet den Lehrgang zum/zur Finanzfachwirt/-in. Lerninhalte sind unter anderem Finanzierungsmodelle, Geschäftsversicherungen, die betriebliche Altersvorsorge, das Steuerrecht sowie geschlossene Fonds.

Dauer und Kosten der Weiterbildung

Lehrgänge an einer Abendschule dauern in der Regel etwa zwei Jahre, solche mit Präsenzunterricht an Samstagen lediglich ein Jahr.

Die Kosten für die Weiterbildung zum/zur Finanzfachwirt/-in belaufen sich auf circa 2.500 bis 3.000 Euro, die Prüfungsgebühr vor einer IHK auf 300 bis 600 Euro. Hinzu kommen Aufwendungen für Fahrtkosten bei Präsenzveranstaltungen sowie für Fachliteratur.

Alternativen zum Finanzfachwirt

Alternativ zur Weiterbildung als Fachwirt/-in Finanzberatung bieten Finanzdienstleister wie tecis oder die MLP SE Schulungen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger an, die ebenfalls einen IHK-Abschluss zum Ziel haben. Dabei handelt es sich oft um die Prüfung zum/zur Versicherungs- und Finanzanlagenfachmann/-fachfrau (IHK) und die Sachkundeprüfung im Sinne des § 34d und § 34f der Gewerbeordnung (GewO).

Bei der tecis Finanzdienstleistungen AG geschieht dies in hausinternen Schulungen, bei denen den Trainees ein erfahrener Mentor sowie Produktspezialisten an die Seite gestellt werden. Zudem ist es möglich, nebenberuflich oder parallel zum Studium einzusteigen. Besitzen die Trainees bereits einschlägige Berufserfahrung, beispielsweise in Form einer Banklehre, können sie bei tecis die ersten Lernmodule überspringen.
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