Erfahrene Narren hinter der Theke: Vizepräsident Michael Riedel, Beisitzerin Elke Klimmek und Markus Szogas (von links) von den Karnevalsfreunden. Foto: Roberto Bulgrin - Roberto Bulgrin

Das Präsiduim der Karnevalsfreunde sowie die Grünenpolitikerin Lindlohr haben zugunsten der EZ-Weihnachsspendenaktion die Kelle geschwungen.

EsslingenFrühlingshafte Temperaturen hat Andrea Lindlohr in diesem Jahr beim Ausschank am Glühweinstand der EZ-Weihnachtsspendenaktion erwischt. Das hat dem Absatz aber nicht geschadet. Die Esslinger Landtagsabgeordnete und stellvertretenden Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen präsentierte sich ziemlich entspannt. Die Weihnachtskarten sind zwar noch nicht geschrieben, aber der Haushalt ist verabschiedet. Bei der grünen Glaubensfrage Baum oder kein Baum hat sich Lindlohr in diesem Jahr noch einmal für ein hölzernes, wiederverwertbares Dauerexemplar entschieden. Der kleine Sohn ist mit seinen drei Jahren mittlerweile aber in hohen Maße an Weihnachten interessiert. Und so wird es im nächsten Jahr wohl ein wirklich grünes Exemplar geben– am liebsten im Topf und zur Miete.

Die Karnevalsfreunde Esslingen haben selbst dafür gesorgt, dass der Rubel am Glühweinstand rollt. Auf einer eigenen Vereinsapp haben sie ihren 300 Mitgliedern kundgetan, dass Präsident Markus Szogas, Vizepräsident Michael Riedel und Beisitzerin Elke Klimmek für den guten Zweck die Kelle am Postmichelbrunnen schwingen. Sie freuen sich schon auf den 6. Januar, wenn die alemannische Fasnet beginnt, am 1. Februar ist Sitzung in der Osterfeldhalle. An jenem Abend war aber oberste Narrenpflicht, für „Halli-Galli!“ am Glühweinstand zu sorgen. Und das hat das Trio auf sehr seriöse und engagierte Art und Weise getan.

Zugute kommen die Spendenmittel zum Beispiel Menschen, die wegen psychischer Erkrankung in eine Notlage geraten sind. Etwa einer Frau, die vor einigen Jahren erkrankt ist und eine Erwerbsunfähigkeitsrente erhält. Vor zwei Jahren ist ihr Vater gestorben, der sie finanziell unterstützt hat. Vor kurzem ist ihr Kühlschrank kaputt gegangen. Auch für einen neuen Schrank reicht das Geld nicht.

Eine andere Frau leidet unter Depressionen. Ihren Partner hat sie früh verloren und das gemeinsame Kind alleine großgezogen. Die Frau arbeitet gelegentlich in der Gastronomie, ist durch ihre Erkrankung aber stark eingeschränkt. Ihr Bett ist alt und abgenutzt, doch das Geld für ein neues reicht nicht aus.

Eine 45-Jährige lebt in einer betreuten Wohngruppe, auch schwer psychisch krank. Für den Winter fehlt ihr die geeignete Kleidung. Auch möchte sie in einer Sportgruppe wieder fit werden, aber ihre Sportkleidung ist stark abgenutzt.

Eine 53-jährige Frau erhält wegen voller Erwerbsunfähigkeit eine kleine Rente. Sie leidet unter einer chronisch verlaufenden psychischen Erkrankung und wird ambulant betreut. Nach einem längeren Aufenthalt in der Klinik lebt sie nun wieder in ihrer Wohnung. Dort sind die Möbel stark abgenutzt. Das Geld reicht allerdings nicht für neue Möbel. Die Frau wünscht sich ein neues Sofa, Kissen und eine Couchtisch. Ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer würde ihren Alltag stark erleichtern und sie könnte positiv in die Zukunft blicken. biz/sl

Im Rahmen der EZ-Weihnachtsspenden­aktion können Sachspenden weder angenommen noch vermittelt werden.

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