14.02.2018, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Frau trägt während der weltweiten Aktion "One Billion Rising" eine Flagge mit der Aufschrift "Frauen- und Gleichstellungspolitik: Mehr bewegen". Die Teilnehmer der Kampagne setzen sich für ein Ende der Gewalt gegen Mädchen und Frauen ein. Foto: Sina Schuldt/dpa Foto: dpa - dpa

Zur weltweiten Protestkampagne "One Billion Rising" gab es auch im Land Demonstrationen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen am Valentinstag.

Tübingen/Stuttgart (dpa/lsw)In mehreren baden-württembergischen Städten haben am Valentinstag Menschen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen demonstriert. Zur weltweiten Protestkampagne unter dem Motto "One Billion Rising" (zu Deutsch: eine Milliarde erhebt sich), wurde unter anderem in Tübingen eine Aktion organisiert. "Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern das passiert mitten unter uns", sagte die Mitarbeiterin des Tübinger Vereins Frauen helfen Frauen, Luam Okbamicael, am Mittwoch. Unter Frauen herrsche bei dem Thema Gewalt große Solidarität. Laut der Homepage der Veranstalter gab es Aktionen unter anderem in Konstanz, Offenburg und Freiburg.

Die 2012 in New York ins Leben gerufene Kampagne bezieht sich auf eine UN-Statistik, wonach eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder Opfer von schwerer Körperverletzung wird. "Um Frauen wirksam vor häuslicher Gewalt zu schützen und gewaltbetroffene Frauen bestmöglich zu unterstützen, braucht es auch ein Umdenken in der Gesellschaft", sagte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, Dorothea Wehinger. Sie verweist auf den Landesaktionsplan gegen Gewalt, der unter anderem zu einer ausreichenden Versorgung mit Frauen- und Kinderschutzhäusern führen soll.

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