Vor allem in Familien reicht ein kleines Eisfach im Kühlschrank meist nicht aus. Wer eine Kombi für die Küche sucht, hat bei etwas Größerem die Qual der Wahl: Sollen es Standardmaße sein, Überbreite oder eine Side-by-Side-Kombination?
Die Stiftung Warentest stellte in ihrer gleichnamigen Zeitschrift kürzlich 30 Modelle vor. Ihr Fazit: Einen „guten“ Kauf tätigt man bei jedem zweiten Gerät. Im Fokus der Prüfer standen neben der Kühl- und Gefrier-Qualität vor allem Energieeffizienz sowie Handhabung. Grundsätzlich lässt sich sagen: eine Nebeneinander-Anordnung von Kühl- und Gefrierschrank überzeugte die Tester eher selten und verbraucht viel Strom. Dagegen schnitten vier von fünf Geräten mit Überbreite gut ab. Und von den Kombis mit der Standardbreite von rund 60 Zentimetern waren 9 von 16 Geräten gut, tendenziell allerdings die teureren. Testsieger bei den Kombis mit Standardmaß sind die Geräte „LG GBB92MBB3P“ und „Siemens KG39NAIAT“ (jeweils Gesamtnote 1,6). Während die LG-Kombi im Vergleich zu ihrer Gruppe „sehr gut“ einfror, schwächelte sie etwas beim Herunterkühlen kleiner Mengen. Die Siemens-Kombi war in beidem „gut“, beim Kühlen sogar eine der besten im Test. Bei den Kombis mit einer Breite von 70 oder mehr Zentimetern liegt die „Siemens KG49NAXCF“ (Gesamtnote 1,9) vorn, mit guten Noten beim Kühlen und Einfrieren. Beste Side-by-Side-Kombi ist die „LG GSLE91EVAC“ (2,2), mit einer „sehr gut“-Bewertung im Einfrieren, aber nur „befriedigendem“ Kühlen.
Stromkosten im Blick haben
Den Stromverbrauch schätzten die Warentester für eine Laufzeit von 15 Jahren bei regelmäßiger Nutzung und einem Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde ein. Weil die Standard-Kombis mit bis zu knapp 300 Litern Platz kleiner sind, verbrauchen sie in der Regel auch weniger Strom, hier sollen Verbraucher mit um die 1000 Euro Stromkosten in diesem Zeitraum hinkommen.
Bei überbreiten Modellen (Platz bis 446 Liter) sind es eher etwa 1500 Euro. Dagegen reißen alle Side-by-Side-Kombinationen (Volumen bis zu 415 Liter) die 2000-Euro-Marke beim Stromverbrauch in 15 Jahren. Da sie laut den Prüfern oft mit Design und Extras punkten, erhöhen auch zum Beispiel ein Eisbereiter oder Displays den Stromverbrauch.
Übrigens: Wer zum Kühlen und Einfrieren mehr Platz braucht, kann auch über zwei separate Geräte nachdenken, heißt es von den Experten. Etwa über einen Einbaukühlschrank und eine Gefriertruhe. Steht Letztere dazu noch im kühleren Keller, zieht sie weniger Strom als in einer warmen Küche. Und während längerer Urlaube kann der Kühlschrank komplett Pause machen.
dpa
Moderne Küchen mit Charakter
Längst sind Küchen mehr als Arbeitsräume. Sie spiegeln den Lebensstil ihrer Bewohnerinnen.
Moderne Wohlfühlküchen sind ein besonders schönes Beispiel dafür, was eine individuelle Planung ausmacht: Sie ist kreativ, stilsicher, außergewöhnlich und berührt ihre Bewohner emotional“, sagt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Auch wenn man sich in anderen Wohnräumen gerne aufhält, zieht es einen doch immer wieder in die Küche. Sie vereint heute das Beste aus digitaler und analoger Welt: innovative, effiziente und nachhaltige Technologien, Funktionen und Materialien treffen auf Düfte, Gaumenfreuden, Emotionen, Schönheit und Komfort. Hier wird gekocht, gelacht, gearbeitet und gelebt – sie ist der kommunikative Mittelpunkt des Zuhauses, ein Ort der Begegnung, Inspiration und Entspannung zugleich.
Die Stilwelten moderner Küchen sind vielfältig. Alles ist machbar – entscheidend ist die maßgeschneiderte Planung nach Lifestyle, Raum und Geschmack. AMK-Geschäftsführer Volker Irle bringt die Trends auf den Punkt: „Moderne, klare, minimalistische Planungen unter dem Leitmotiv ,reduced'. Eine Fusion von östlichen und westlichen Designs. Neu interpretierte Retro- und Vintage-Styles. Klassische, romantische und moderne Landhaus-Optiken. Industrial Looks sowie Planungen, die mit Tradition und Moderne spielen.“
Besonders beliebt ist das skandinavische Wohndesign mit klarer, zurückhaltender Ästhetik. Natürliche Materialien, helle Farben, weiches Licht und samtmatte Oberflächen schaffen eine ruhige, herzliche Atmosphäre – das dänische Lebensgefühl „Hygge”. Wer dunklere oder kräftigere Farbtöne bevorzugt, findet sie in modernen, gedeckten Paletten – etwa matten Grau- und Brauntönen, kombiniert mit ausgefeilten Lichtkonzepten wie beleuchteten Griffleisten und illuminierten Glasvitrinen, die wohnliche Akzente setzen.
„Sehr beliebt und trendy sind matte Küchenfronten mit Antifingerprint-Oberflächen“, erklärt Irle. Sie reduzieren den Pflegeaufwand und bieten eine samtige Optik und Haptik. Viele dieser Fronten sind zudem zu 100 Prozent recyclingfähig – ein klares Plus für die Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit Ressourcen, was immer mehr Menschen bei ihrer Kaufentscheidung beeinflusst.
Wie flexibel moderne Küchenmöbel heute sind, zeigt ein innovatives Dreh-Design: Mit einem sanften Zug dreht sich ein Schrankelement um seine Achse – von geschlossen zu offen, ohne dass Türen den Workflow stören. So verwandelt sich das Ambiente spielend leicht von puristisch aufgeräumt zu offen und zugänglich. Möglich macht das ein spezieller Dreh-Schwenk-Beschlag, der Funktion und Design perfekt verbindet und neue Gestaltungsspielräume eröffnet.
In keiner Küche fehlen sollte ein schöner, gemütlicher Essplatz. Neue Wohnmöbel, Esstische, Sessel, beleuchtete Regale, Sideboards und Vitrinen schaffen Atmosphäre und machen die Küche zu einem Ort des Wohlfühlens, der Geselligkeit und des Austauschs unabhängig von ihrer Größe oder architektonischen Struktur.
red