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Bauen & Wohnen10.01.2018

Umzug ins Eigenheim – Ist Esslingen noch erschwinglich?

Esslingen
Ob weltmännisch in der mittelalterlichen Innenstadt oder behaglich auf den Hügeln im Umland, Esslingen ist mehr als nur eine Perle in der schwäbischen Provinz.
Foto: pixabay.com / eagle77 (CC0)
Oberesslingen
Das Oberesslinger Panorama hat schon so manchen Wohnungsinteressenten überzeugt.
Foto: commons.wikimedia.org / Roman Eisele (CC BY-SA 3.0)
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Wirtschaftsstark: Die Metropolregion Stuttgart ist mit ihrer hohen Leistungskraft und mit ihrem immensen wirtschaftlichen Potenzial einer der wichtigsten europäischen Großräume. Zu dieser ökonomischen Kapazität tragen 2,7 Millionen Menschen – darunter 170 verschiedene Nationen – bei, die entweder im Südwesten Deutschlands arbeiten oder leben. In der Großregion Stuttgart zu leben, bedeutet, die Wahl zu haben zwischen einem aufregenden Leben am Puls der Großstadt oder einem eher geborgenen Dasein in kleineren Städten mit dörflichem Charakter inmitten einer charmanten Landschaft zum Beispiel am Fuße der Schwäbischen Alb. Für dieses Gegensatzpaar der Lebensstile stehen Stuttgart und Esslingen beispielhaft. Während die Metropole Stuttgart weit über 600.000 recht kompakt wohnende Einwohner zählt, gehören zum weitläufigen Landkreis Esslingen insgesamt 44 Städte und Gemeinden mit über 500.000 Einwohnern.

Gepfefferte Preise: Das gerade einmal 11 Kilometer (Luftlinie) von Stuttgart entfernte schwäbische Städtchen Esslingen liegt bequem im „Speckgürtel“ der Schwabenmetropole. Esslingen gehört jedoch nicht nur zu den attraktivsten Arbeits- und Wohnorten Deutschlands. Hier werden unter anderem die bundesweit höchsten Löhne und Gehälter gezahlt. Die Nähe zu Stuttgart macht sich somit bemerkbar. Doch diese Nähe hat ihre Konsequenzen: Nicht ohne Grund sind in Esslingen im Laufe der Jahre die Mietpreise gestiegen. Die aktuellen Zahlen des neusten Mietspiegels (Stand: 1. Januar 2018) bestätigen diesen Trend: 8,34 € pro Quadratmeter werden darin durchschnittlich für eine Mietwohnung in Esslingen veranschlagt – und dies gelte nicht etwa für eine neue Wohnung. Für diese beginne der Quadratmeter-Preis sogar erst bei 10,50 €. Der Anstieg ist vor allem in den letzten Jahren enorm: Laut Mietspiegel kletterte die Durchschnittsmiete von 2016 bis 2018 um elf Prozent. Steigende Mietpreise sind jedoch nicht erst seit Kurzem ein Problem in Esslingen. Denn auch in den Vorjahren stiegen die Quadratmeterpreise nahezu konstant.

Konkurrenzdruck: Aus diesem Grunde ist es nicht verwunderlich, dass das kleine – nicht einmal 100.000 Einwohner zählende – Fleckchen am Neckar von Wohnungssuchenden hart umkämpft wird. Die Wohnsituation bleibt insbesondere deswegen so angespannt, da die wohnungstechnischen Mitbewerber schließlich nicht nur gebürtige Esslinger, sondern auch mehr oder minder wohlsituierte Stuttgarter sind. Ein ständiger Zustrom von Fachpersonal, High-Potentials und karriereorientierten Nachwuchskräften ist bereit, für die zahlreichen herrlichen Wohnanlagen Esslingens alle Karten auf den Tisch zu legen. Und wer hätte das gedacht: Besonders günstige Karten bei den Immobilienbesitzern und Vermietern haben dabei im Wesentlichen alleinstehende und gut verdienende Wochenendpendler. Alleinerziehende hingegen sehen als letzte Option meist nur den Weg ins Obdach.

Eine Investition in die Zukunft: Infolge der steigenden Mietpreise ist folglich auch der Kaufmarkt angespannter. Angesichts ebenfalls steigender Kaufpreise für Liegenschaften, stellt der Erwerb einer Immobilie derzeit wohl die beste Geldanlage in Esslingen dar. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass eine zumeist hochpreisige Immobilie für den gewöhnlichen Otto-Normalverbraucher üblicherweise kaum zu finanzieren ist, sollte im Rahmen eines Wohnungskaufs stets auch eine Kreditaufnahme in Betracht gezogen werden. Denn mithilfe eines Kredits lassen sich bequem und einfach alle mit dem Kauf der Immobilie verbundenen Kosten decken. Wer bereits ein passendes Wohnobjekt gefunden hat, sollte also schnell handeln, bevor es ein Konkurrent tut. Denn Fakt ist: In Esslingen stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in den letzten Jahren kontinuierlich – unabhängig ob Neubau oder Wiederverkauf.

Finanzielle Rückendeckung: Wer mit einem passenden Finanzierungsplan und gutem Angebotsvergleich einen Kredit abgeschlossen hat, kann zumindest hier Kosten sparen. Dabei sollte der Finanzierungsplan besonders gut durchdacht sein: „Berücksichtigen Sie hierfür Ihre Lebenssituation, Ihr monatliches Einkommen sowie Ihre Absicherungen“ (Quelle: https://www.financescout24.de/kredit/kreditrechner). Immerhin: Kaufinteressenten profitieren derzeit von einem Konkurrenzkampf unter den Banken, welche sich jeweils mit Kreditzinsen gegenseitig zu unterbieten versuchen. Daher sank dementsprechend der durchschnittliche Zinssatz für Immobilien in den letzten Jahren immer weiter: „Die niedrigen Kreditzinsen bieten nun schon seit einigen Jahren die Chance für eine preiswerte Kreditaufnahme“ (Quelle: https://www.interhyp.de/zins-charts/).

Beliebte Viertel: Bei der Suche nach der passenden Wohnung ist natürlich auch der jeweilige Stadtteil Esslingens entscheidend – nicht ohne Grund sind einige davon beliebter und umkämpfter als andere. Besonders folgende Stadtteile sind dabei prominenter als andere: Neben der Innenstadt ziehen auch Pliensauvorstadt und Oberesslingen neue Einwohner an. Sinkende Einwohnerzahlen gab es dagegen in Brühl und Serach. Die seit dem Mittelalter bestehende Pliensauvorstadt überzeugt insbesondere durch sanierte Freiflächen, Gebäude und Verkehrswege – mit attraktiven Wegen für Radfahrer und Spaziergänger – und besitzt auch ein eigenes Baugebiet. Das bereits von den Römern besiedelte Oberesslingen besticht hingegen besonders durch seine Ausstattung in puncto Natur und Sport.

Die Stadt Esslingen reagiert: Es bleibt dabei: Insgesamt wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, in Esslingen eine passende Wohnungen zu finden. Um der gestiegenen Nachfrage nach Wohnungsangeboten besser gerecht werden zu können und die bereits vorhandenen Inserate von Immobilienbesitzern und Vermietern besser vermitteln zu können, will nun die Stadt einen Flächenmanager einstellen. Inwieweit dieses Unterfangen die missliche Wohnungslage der stolzen Stadt am Neckar tatsächlich entspannen wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.


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