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Bauen & Wohnen10.03.2015

Putzige Kerlchen

Roboter sind smarte Haushaltshilfen – Wohnung wird ganz nebenbei sauber gemacht

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(Katja Fischer) - Saugen, Putzen, Spülen – viele Dinge, die im Haushalt erledigt werden müssen, sind auf Dauer lästig. Wie schön wäre es, wenn ein Roboter das tun könnte. „Das ist keine Utopie mehr“, sagt Claudia Oberascher, Projektleiterin der Initiative Hausgeräte+ der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. „Es gibt zahlreiche Roboter in den Haushalten. Sie sehen nur nicht so aus, wie man es aus Science-Fiction- Filmen kennt.“

Ein Saugroboter ist eine flache, 15 bis 20 Zentimeter dicke Scheibe auf kleinen Rollen. So kann er unter Möbeln sauber machen. „Diese Geräte gibt es seit einigen Jahren“, sagt Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. „Anders als früher, wo sie sich nach dem Zufallsprinzip durch die Wohnung bewegten, sind sie heute so intelligent, sich Hindernisse zu merken und schmutzige Stellen mehrmals zu bearbeiten“. Noch sind Saugroboter ein Nischenprodukt. Geschätzt wurden im vergangenen Jahr 200 000 bis 250 000 verkauft. Diese Roboter halten die Wohnung selbstständig sauber. Je nach Programmierung fahren sie mehrmals wöchentlich durch die Zimmer. Stellen, an die der Sauger nicht soll, können mit Metallleisten abgesperrt werden. Hindernisse wie flauschige Teppiche, hohe Schwellen, Treppen oder Kabel schaffen die Helfer nicht. Die Saugleistung kommt aber nicht an die von sehr guten Staubsaugern heran. „Aber um einen großen Raum permanent in Ordnung zu halten, sind sie durchaus geeignet.“

Auch andere Roboter in Haus und Garten lohnen sich nur dann, wenn sie regelmäßig und auf möglichst großen Flächen eingesetzt werden. „Ein Fensterputzroboter, der auf jeder kleinen Scheibe neu anfangen muss, macht wenig Sinn. Dann kann man schneller per Hand putzen“, erklärt Scholz. „Aber auf großen Glasflächen sieht das schon anders aus – besonders, wenn sie schwer zu erreichen sind.“ Rasenroboter fühlen sich auf möglichst nicht allzu verwinkelten Flächen wohl. Sie arbeiten selbstständig. Wird ihr Akku schwächer, laden sie sich auf – und mähen dann weiter, Tag für Tag, Woche für Woche. Aber es kommt vor, dass sie sich verfahren oder an Hindernissen stecken bleiben. „Nur im Idealfall ersetzen Rasenroboter den Gärtner“, sagt Christiane Böttcher-Tiedemann von der Stiftung Warentest. Nicht jedes Gerät stoppt zuverlässig, wenn es mit Hindernissen kollidiert. Und manchmal laufen die Messer weiter.


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