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Bauen & Wohnen17.04.2018

Immer aktuell: Sicherheit an Baustellen

Viele Arbeitsunfälle passieren auf Baustellen, deshalb sollen Sicherheitsregeln in erster Linie als Schutz für die Arbeitenden gesehen werden.

sicherheitbaustellen
Foto: www.kaiserkraft.de
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Als Baustelle wird offiziell jeder Ort definiert, an dem Bauarbeiten stattfinden. Ob es sich dabei um einen Umbau, eine Sanierung, einen Neubau oder einen Abriss (oder alles gleichzeitig) handelt, ist nicht relevant. Die Bestimmung zur Sicherheit auf Baustellen gilt also in allen Fällen, in denen irgendeine Art von baulicher Struktur verändert oder erstellt wird. Viele Arbeitsunfälle passieren auf Baustellen, weshalb es genauer Bestimmungen hinsichtlich der Sicherheit auf Baustellen gibt. Die sollten nicht als Schikane, sondern als Schutz für die Arbeitenden verstanden werden.

Die Verantwortung liegt bei allen

Es ist nicht ausschließlich der Bauherr oder der Bauträger, der die Verantwortung für die Sicherheit auf der Baustelle trägt. Vielmehr regeln verschiedene Verordnungen, welches Gebiet der Baustellensicherheit in die jeweilige Zuständigkeit von Architekt, Baufirma, Bauträger, Bauherr, Sicherheitsfachkräfte oder Koordinator fällt. Die Zuständigkeitsbereiche überschneiden sich dabei zum Teil, so dass am Ende wirklich jeder Bereich wenigstens von einer Person abgedeckt werden muss, oft noch eine zweite Person beteiligt ist. Das hat den Vorteil, dass vier Augen mehr sehen als zwei und so vor allem die wichtigen Belange des Arbeitsschutzes und der Sicherheit auch wirklich sorgfältig angegangen werden können. Ob ein Sicherheitskoordinator ernannt werden muss, hängt von der Größe des Bauvorhabens, der Anzahl der beteiligten Personen und anderen Faktoren ab. Welche Bestimmungen zur Sicherheit und zum Arbeitsschutz eingehalten werden müssen, ist in der Baustellenverordnung, kurz BaustellV, festgehalten.

Diese Warnhinweise sollten vorhanden sein

Bevor es konkret darum geht, welche Gefahren überhaupt auf der Baustelle lauern, müssen eine paar Dinge auf jeder Baustelle unbedingt vorhanden sein. Das ist zum ersten eine Liste mit allen wichtigen Rufnummern: Notruf, zuständiger/nächstgelegener Unfallarzt, nächstgelegene Unfallklinik und die Telefonnummer der Rettungsleitstelle müssen für alle gut sichtbar und immer zugänglich an der Baustelle angebracht sein. Bei den Ärzten und Krankenhäusern gehören außer der Rufnummer auch noch Namen und Adressen auf das Plakat. Zusätzlich muss unbedingt ein Erste Hilfe Kasten vorhanden sein. Wie genau der bestückt ist, hängt wiederum von der Art der Baustelle ab und ist in den respektiven Sicherheitsbestimmungen festgeschrieben. Das Plakat "Erste Hilfe bei Unfall" sollte ebenfalls gut sichtbar an der Baustelle angebracht sein. Krankentrage, Sanitätsraum und ein Verbandbuch müssen vorhanden sein. Die Verordnung verlangt außerdem, dass ausgebildete Ersthelfer anwesend sind. Wie viele das sind, richtet sich wiederum nach der Größe der Baustelle.

Um auf die spezifischen Gefahren einer Baustelle hinzuweisen, gibt es Warnschilder. Das sind die wichtigsten davon:

  • Betreten der Baustelle verboten
  • Vorsicht! Feuergefährliche Stoffe
  • Achtung! Quetschgefahr
  • Einsturzgefahr
  • Baustellenverkehr
  • Vorsicht Säure!
  • Brandgefahr

Zusätzlich sollten die typischen blauen Kreise mit weißem Piktogramm darauf hinweisen, dass:

  • Arbeitsschuhe getragen werden müssen.
  • ein Gehörschutz nötig ist
  • auf Baustellen grundsätzlich ein Helm getragen werden muss.
  • in bestimmten Bereichen Schutzkleidung Pflicht ist.

Was sind häufige Unfälle

Die häufigsten Unfälle auf Baustellen passieren nicht etwa aufgrund gefährlichen Geräts, sondern aus Unachtsamkeit. Menschen rutschen aus, fallen, stürzen Gerüste herunter oder in Geräte hinein. Rutschfeste Arbeitsschuhe und achtsamer Umgang mit schmierigen Materialien beziehungsweise die besondere Sicherung regennasser Böden tragen schon viel zur Sicherheit bei. Eine weitere, oft unterschätzte Gefahr ist der Lärm auf Baustellen. Das Gehör leidet, und insbesondere bei langjährigem Kontakt mit Lärm stellt sich Taubheit ein. Das mindert die Lebensqualität enorm und kann für Folgeerkrankungen sorgen. Der Gehörschutz ist auf Baustellen also auf keinen Fall zu vernachlässigen.

Auf Baustellen werden Geräte und Materialien nicht nur horizontal, sondern auch vertikal transportiert. Trotz sorgfältiger Sicherung und Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen können sich Einzelteile lösen und fallen. Daher ist der Helm auf Baustellen Pflicht, der kann Unfälle mit schwerwiegenden Folgen verhindern.

Der sichere Umgang mit Maschinen erfordert Erfahrung und vor allem regelmäßige Schulungen. Zahlreiche Unfälle passieren, weil Maschinen nicht sachgerecht bedient wurden, sei es aus Unwissenheit oder aus Leichtsinn. Hier sind Arbeitnehmer/-innen wie auch Arbeitgeber/-innen in der Pflicht, für regelmäßige Fortbildungen zu sorgen.


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