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Bauen & Wohnen10.03.2015

Die Wahl der richtigen Baufirma

Referenzen sind Gold wert – Zusätzliche Sicherheiten vereinbaren

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Der Bau eines Eigenheims ist für die meisten Menschen eines der größten Projekte in ihrem Leben. Sie stecken viel Geld und Liebe hinein. Umso wichtiger ist es, eine Baufirma zu finden, die hält, was sie verspricht.

(Katja Fischer) - „In den Hausprospekten erscheint immer alles rosarot“, sagt Eva Reinhold- Postina vom Verband Privater Bauherren. „Ruck, zuck ist das neue Heim aufgebaut, selbstverständlich ohne Stress und Ärger.“ Doch in der Praxis kann es ganz anders aussehen. Gerade weil Häuslebauer in der Regel Bau-Laien sind, sollten sie vor der Unterzeichnung eines Vertrages besonders kritisch sein. Reinhold- Postina rät, Angebote von mehreren Baufirmen zu vergleichen. Bevorzugt werden sollten Unternehmen, die Erfahrung mit Einfamilienhäusern haben. „Wer heute eine Brücke, morgen eine Produktionshalle und dann ein Einfamilienhaus baut, wird sich schwertun“, meint Udo Schumacher-Ritz vom Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau. Spezialisten arbeiten effizienter. „Das spiegelt sich in den Kosten wider“, erklärt er. Unerlässlich bei der Auswahl sind Referenzen. „Die sollte man nicht nur sammeln, sondern sich Objekte anschauen“, sagt Reinhold- Postina. „Die meisten Hausbesitzer erzählen gern von ihrem Bau.“ Ihre Auskünfte über Kosten- und Termintreue und den Umgang der Baufirma mit Problemen sind Gold wert. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass es mit dem eigenen Bau gut laufen wird, gibt es nicht. „Es kann auch bei sehr guten Firmen immer etwas Unvorhergesehenes passieren“, betont Schumacher-Ritz. „Sie können zum Beispiel durch verzögerte Kundenzahlungen in finanzielle Bedrängnis kommen.“ Deshalb rät er Bauherren, zusätzliche Sicherheiten zu vereinbaren.

In vielen Bauverträgen wird festgelegt, dass der Auftraggeber für die Dauer der Gewährleistungsfrist einen Sicherheitsbetrag einbehalten darf. Dieser muss mindestens fünf Prozent der Rechnungssumme betragen. „Das reicht aber nicht, wenn größere Mängel auftreten“, erklärt der Bausachverständige. Er empfiehlt deshalb, mit der Baufirma über einen Sicherheitseinbehalt von 10 bis 15 Prozent zu verhandeln. „Geht sie nicht darauf ein, ist Vorsicht angebracht.“ Misstrauisch sollten Bauherren werden, wenn die Firma darauf besteht, dass der Bauherr das Geld für die Abschlagszahlungen auf das Firmenkonto und nicht auf ein separates Bankkonto überweisen soll. „Das ist bei Insolvenz gefährlich.“ Wer sein Haus mit einem Architekten baut, kann bei der Auswahl von Baufirmen von dessen Know-how profitieren. „Vertragspartner der Baufirmen ist aber der Bauherr“, stellt Rose klar. Letztlich entscheidet dieser, welche Firmen auf seiner Baustelle arbeiten. Er ist auch gefragt, wenn etwas schief geht.


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