Der Aoraki/Mount Cook, häufig nur Mount Cook, ist Teil der Neuseeländischen Alpen und der höchste Berg Neuseelands. Foto: Imago/Dreamstime

Zwei Bergsteiger verunglücken am Aoraki. Trotz guter Bedingungen werden ihre Leichen erst am Morgen gefunden. Was macht Neuseelands höchsten Berg, der auch als Mount Cook bekannt ist, so gefährlich?

An Neuseelands höchstem Berg sind zwei Alpinisten tödlich verunglückt. Wie die neuseeländische Polizei mitteilt, waren Einsatzkräfte am späten Montagabend (24. November) alarmiert worden, weil vier Kletterer auf der Westseite des rund 3700 Meter hohen Aoraki (auch Mount Cook genannt) dringend Hilfe benötigten.

 Bei der Gruppe habe es sich um zwei Neuseeländer und zwei Ausländer gehandelt, berichtet der Sender Radio New Zealand.

Der 3724 Meter hohe Aoraki/Mount Cook befindet sich rund 35 Kilometer nördlich des Gletschersees Lake Pukaki und rund 34 Kilometer südöstlich der Westküste der Südinsel Neuseelands, im Mackenzie District der Region Canterbury. Foto: Imago/ robertharding
Rund 5 Kilometer östlich des Gipfels dehnt sich der Haupapa/Tasman Glacier nach Süden aus und südlich des Berges der Hooker Glacier. Foto: Imago/robertharding
Der Aoraki/Mount Cook ist Teil des Mount Cook National Park, der 1953 eingerichtet wurde und mit einer Größe von 707 Quadratkilometer 19 Gipfel über 3000 Meter beheimatet. 40 Prozent des Parks sind vergletschert. Foto: Imago/Imagebroker

Zwei der Alpinisten konnten der Polizei zufolge unverletzt gerettet und in der Nacht per Hubschrauber vom Berg geholt werden. Von den beiden anderen fehlte trotz guter Bedingungen am Berg zunächst jede Spur.

Ein Opfer war bekannter Bergführer

Ihre Leichen wurden schließlich am Dienstagmorgen (25. November) entdeckt und laut Polizeisprecherin Vicki Walker später geborgen. Berichten zufolge waren die Männer abgestürzt. Nach Informationen des neuseeländischen Portals „Stuff“ soll es sich bei einem der Toten um einen bekannten und international anerkannten Bergführer handeln.

Das Portal zitiert einen lokalen Kletterer mit den Worten, die Verhältnisse seien zuletzt „sehr gut“ gewesen, allerdings könne sich die Lage am Aoraki ständig ändern. Der Gipfelgrat sei stark vereist. Jeder Ausrutscher könne schwerwiegende Folgen haben.

Der Berg ist nach dem britischen Entdecker James Cook benannt. Er erhielt diesen Namen, als die Gegend 1851 von Captain Stokes kartographiert wurde. Er benannte den Berg nach Kapitän Cook, der 1769 zusammen mit der Schiffsbesatzung als erster Europäer die neuseeländischen Inseln umfahren und sie für Großbritannien eingenommen hatte. Foto: Imago/Depositphotos
Der maorische Ausdruck Aorangi, beziehungsweise nach Ngāi-Tahu-Dialekt Aoraki, ist der Name einer Person des Ngāi-Tahu-Stammes. Eine frühe Bezeichnung der Südinsel war „Aorakis Waka“ Foto: Imago/ZUMA Press Wire
Im Sprachenstreit, der bei der Benennung vieler neuseeländischer Orte eine Rolle spielt, hat man sich auf den Kompromiss geeinigt, den Berg offiziell „Aoraki/Mount Cook“ zu nennen. Foto: Imago/Danita Delimont

Was macht den Berg so gefährlich?

Der Aoraki, dessen Gipfel im Jahr 1894 erstmals bezwungen wurde, gilt unter Bergsteigern als der gefährlichste Berg Neuseelands. Er liegt in den Neuseeländischen Alpen auf der Südinsel.

Berüchtigt sind seine technisch anspruchsvollen Kletterpassagen sowie extreme Wetterumschwünge mit Lawinenabgängen. Zahlreiche Menschen sind auf dem Weg zu seinem majestätischen Gipfel ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr verschwanden dort drei Bergsteiger. Sie wurden bis heute nicht gefunden.