Das Institut firmiert zukünftig zusammen mit den Banken aus Esslingen und Kirchheim-Nürtingen unter "Volksbank Mittlerer Neckar". Foto: Berkheimer Bank

Esslingen - 137 Jahre nach ihrer Gründung verliert die „Berkheimer Bank“ ihre Eigenständigkeit. Die kleine, aber stolze Genossenschaftsbank im Esslinger Stadtteil schließt sich der Fusion der Volksbanken Esslingen sowie Kirchheim-Nürtingen an. Die Hochzeit der beiden großen Institute war im vergangenen Herbst beschlossen worden und soll – nach der entsprechenden Zustimmung der Mitglieder – rückwirkend zum 1. Januar 2020 vollzogen werden. Die neue Bank nennt sich „Volksbank Mittlerer Neckar“ und ist mit einer Bilanzsumme knapp vier Milliarden Euro, 600 Mitarbeitern und 167.000 Kunden ein Schwergewicht unter den genossenschaftlichen Häusern.


Zwei Vorstände, sechs Mitarbeiter
„Die fortschreitende Digitalisierung von Bankdienstleistungen, der scharfe Wettbewerb auf dem Bankensektor, die anhaltende Niedrigzinsphase sowie die Zunahme regulatorischer Anforderungen machen diesen Schritt notwendig“, begründet Stefan Hägele, Vorstand  der Berkheimer Bank, die Fusion. Man wolle damit die Nähe zu den Mitgliedern und Kunden sowie die Präsenz vor Ort weiter stärken, so Sascha Treml, Vorstandsvorsitzender der Berkheimer Bank. Neben Treml und Hägele sind weitere sechs Mitarbeiter bei der Berkheimer Bank beschäftigt, die Bilanzsumme beläuft sich auf 61 Millionen Euro. Alle Beschäftigten werden übernommen. Aktuell sind in Berkheim sowohl die Volksbank Esslingen als auch die Berkheimer Bank vertreten. Nach Zustimmung der Anteilseigner soll die Zusammenführung der beiden Banken am Standort der derzeitigen Berkheimer Bank erfolgen.


„Vorbereitungen sind angelaufen“
Nachdem die Aufsichtsräte der Banken in getrennten Sitzungen grünes Licht gegeben haben, werden die Vorstände nun die nächsten Schritte einleiten und die Berkheimer Bank in das Fusionsprojekt integrieren. „Seit November 2019 arbeiten unsere Mitarbeiter und meine Vorstandskollegen Eberhard Gras, Markus Schaaf und Martin Winkler in Kirchheim-Nürtingen und in Esslingen sehr intensiv an unserer neuen Volksbank“, so Heinz Fohrer, designierter Vorstandssprecher der Volksbank Mittlerer Neckar. „Wir sind bei den Vorbereitungen zur Fusion trotz der Verzögerungen durch die Corona-Pandemie gut vorangekommen und liegen im neuen Zeitplan.“

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