Ob der Kaffee so besser schmeckt? Foto: Unsplash/Brooke Lark

Female Empowerment trifft auf prekäre Arbeitsverhältnisse und Altersarmut. Teilzeitarbeit und sexualisierte Gewalt werden mit platten Sprüchen geschönt – und über allem steht die Frage: Warum nenne ich meinen CEO nicht Boyboss? Eine Abrechnung mit Lifestyle-Feminismus.

Stuttgart - Morgens um acht klappe ich meinen Laptop auf, nehme einen Schluck aus meiner rosa Kaffeetasse, streife mein Like-a-Girl-Shirt zurecht, höre ein paar Songs von Beyoncé und mach schnell ein Foto für meinen Instagram-Feed. #FemaleEmpowerment, #Girlboss, #Bossbabe, #LikeAGirl. Danach höre ich mir ein paar Podcasts von erfolgreichen Gründerinnen an, die mir erzählen, wie leicht aber gleichzeitig hart es war, als Person mit Vulva und Gebärfähigkeit an ganz nach oben zu kommen. Inspiriert von diesen ergreifenden Worten schreibe ich meinen Chefs eine Mail und fordere sie mit Herzchen- und Bizeps-Emojis dazu auf, mir mehr Gehalt zu zahlen. Dass ich den Ober-CEO dabei als Boyboss anrede, ist selbstverständlich, oder?

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