Noch bis zum Sonntag ist das 100. Landwirtschaftliche Hauptfest geöffnet. Foto: dpa - dpa

Am Sonntag geht das 100. Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen zu Ende. Der Besucherzuspruch ist groß. Das Ziel mit 200 .000 Besuchern wird wohl erreicht.

Bad CannstattAuf dem 100. Landwirtschaftlichen Hauptfest (LWH), das am Sonntag zu Ende geht, gibt es nur strahlende Gesichter. „Es ist bei uns wie beim Wetter“, fasste Joachim Rukwied zusammen, „alles ist voller Sonnenschein.“ Der Präsident des Landesbauernverbandes sprach von großem Besucherinteresse und von Landwirten, die guter Stimmung sind. „Wir sind sehr zuversichtlich für letzten beiden Tage und erwarten noch einmal regen Besuch.“ Es mache echt Spaß, auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest zu sein.

Auf dem LWH ist der Besucherzuspruch messbar. So wurden bislang zehn Prozent mehr Besucher registriert als beim 99. LWH vor vier Jahren. Das Ziel, 200 000 Gäste zu generieren, werde wohl erreicht. „Wir werden diese Latte überspringen“, stellte Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, fest. Der Blick geht bereits nach vorne. Die Weichen für das 101. und 102. LWH 2022 und 2026 sind bereits gestellt. „Wir haben die Verträge unterschrieben“, so Rukwied. „Wir können die Tradition auf dem Wasen also fortsetzen“, freute sich Kroll über die Planungssicherheit. Und bis dahin auch logistischen Probleme gelöst haben. Denn für Hauptfest und Volksfest steht für Aufbau und Belieferung nur eine enge Zufahrtstraße zur Verfügung.

Auf dem LWH sei moderne Landwirtschaft auf dem Feld und im Stall nicht nur gezeigt worden. Die Aussteller berichteten von interessierten Kunden und getätigten Abschlüssen. Besonders gelungen sei, so Rukwied, „dass wir die Landwirtschaft in der Landeshauptstadt der Bevölkerung näher bringen konnten“. Man habe versucht, sich beim Programm lebhaft, kurzweilig und modern zu präsentieren. So habe man sich auch beim Landesbauerntag politisch positioniert.

Auch Projektleiter Rene Otterbein, für den es die dritte Veranstaltung war, zeigte sich zufrieden. „Es war für jeden etwas dabei.“ Man habe einige vertraute Pfade verlassen, was sich als richtig erwiesen hat. „Das erstmals angebotene Nachmittagsticket ist extrem gut angenommen worden.“ Ab 15 Uhr war Zutritt zu ermäßigten Preis möglich. Zudem wurde ermöglicht, das LWH-Gelände verlassen, über das Volksfest zu bummeln und wieder aufs LWH gehen zu können. „Das war ganz bewusst gewählt, schließlich hängen beide Veranstaltungen zusammen.“ Auch von dieser Neuerung sei Gebrauch gemacht worden. Und schließlich gab es als Service für Besucher wie für Aussteller kostenloses WLan. Die durchschnittliche Verweildauer auf dem LWH betrage drei bis fünf Stunden, so Kroll. Während sich der Montag, Dienstag und Donnerstag von den Besucherzahlen als „bärenstark“ erwiesen hätten, war der erste Samstag wesentlich schwächer frequentiert als vor vier Jahren. „Auch der 3. Oktober war etwas schwächer als vor vier Jahren.“ Zum Glück, stellte Kroll fest. Damals musste der Cannstatter Wasen wegen Überfüllung erstmals in seiner Geschichte vorübergehend geschlossen werden. Dies war am vergangenen Mittwoch nicht nötig gewesen. Der Besucherzuspruch habe sich verteilt.

Noch bis zum Sonntag, 7. Oktober, hat das 100. Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen seine Pforten geöffnet, jeweils von 9 bis 18 Uhr. Heute steht als Höhepunkt die große LWH-Jubiläumsparty auf dem Programm. Dazu wurde die Gruppe LaBrassBanda verpflichtet.

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