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Wenn, wie in diesem Jahr, die IAA sozusagen Pause hat, dann sind der Autosalon Genf im Frühjahr sowie der Pariser Autosalon im Oktober im Mittelpunkt des Interesses, was die Einführung neuer Automodelle betrifft. Mercedes-Chef Dieter Zetsche etwa hatte in Genf die Aufmerksamkeit auf die neue A-Klasse gelenkt. Diese ist mittlerweile auf dem Markt – und eine Limousinen-Version der Mercedes A-Klasse wurde jetzt nachgeschoben. BMW präsentierte unter anderem seinen neuen Geländewagen X4. Dazu kamen in Genf ausländische Hersteller mit ihren Volumenmodellen, die mittlerweile bereits in den Markt gestartet sind. Beispielsweise der Kia Ceed, der Dacia Duster oder der DS7 Crossback. Präsentiert wurden auch der überfällige Honda CR-V und der kleine Geländewagen von Lexus, mit dem Kürzel UX.

Volvos neuestes Modell ist der V60, der gegen den Audi A4 Avant und den BMW 3er Touring antritt. Aus Frankreich kommen die Nachfolger der Schwestermodelle Citroën Berlingo und Peugeot Partner, der in Peugeot Rifter umfirmiert wurde. Ein Dampfhammer in Genf war die Präsentation des Mercedes AMG G 63 mit dem Vierliter-V8-Doppelturbo und 585 PS.

Aber auch ein Blick auf die wachsende Flotte der Plug-in-Hybriden und kaufbaren Elektroautos lohnt sich in diesem Jahr. Neue Varianten gibt es etwa von Mercedes S- oder E-Klasse.

Weltpremieren angekündigt

Die wichtigste Herbstmesse des Jahres 2018 ist wiederum der Pariser Autosalon (Mondial de l‘Automobile), der dieses Jahr vom 2. bis 14. Oktober stattfindet. Dort werden die interessantesten Neuheiten gezeigt, die größtenteils noch 2018 auf den Markt kommen. Zahlreiche Weltpremieren sind im Vorfeld angekündigt, darunter einige Kraftsportler wie Hyundai i30 N Fastback, Skoda Vision RS oder der Skoda Karoq RS. Aber auch neue Geländewagen und SUVs sind angesagt, wie Mercedes GLE (kommt Anfang 2019), Seat Tarraco oder Renault Kadjar (Facelift).

Für Paris angekündigt sind auch extravagante Limousinen wie der kommende Citroën C5 und reinrassige Roadster wie die neue Generation des BMW Z4, der schon die nächste Cabrio-Saison ankündigt. Mercedes zeigt in Paris neben dem GLE auch die neue B-Klasse, Porsche präsentiert den 911 der Baureihe 992 und der neue A1 von Audi dürfte auf dem Pariser Autosalon ebenfalls seine Weltpremiere feiern.

Eine große Überraschung ist, dass VW für Paris abgesagt hat, dies bereits im Mai. „Die Marke Volkswagen überprüft kontinuierlich die Relevanz ihrer Teilnahme an internationalen Autoshows“, begründete der Automobilkonzern die Entscheidung. Während der Messe soll es in der Stadt demnach aber „Einzel-Events“ geben. Absagen gibt es dem Vernehmen nach auch von Ford, Mazda, Volvo, Opel, Mitsubishi, Nissan, Infiniti, Alfa Romeo, Ferrari, Fiat und Jeep.

Wie der Sender n-tv berichtet, kommt der Rückzug von VW für Branchenkenner nicht überraschend: Tatsächlich verlieren die klassischen Automessen in Frankfurt am Main, Detroit und Genf immer mehr an Ausstellern und Besuchern. Einer der Gründe vermuten Beobachter in dem rasanten Bedeutungsgewinn der neuen Absatzmärkte in Asien. Dafür präsentiert sich in Paris übrigens erstmals ein chinesischer Autohersteller.

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