Trainer Markus Weisl hat sich einen Plan für das Spiel von Hegensberg/Liebersbronn gegen Lehr zurechtgelegt. Foto: Rudel - Rudel

Nach der Faschingspause geht es für die Handballer der Region wieder rund – die Vorschau verrät, welches Team wann und wo antritt.

EsslingenDer März hat es in sich. „Da kannst du mit 8:0 Punkten dastehen oder mit 0:8“, sagt Trainer Veit Wager vom TSV Wolfschlugen stellvertretend für seine Kollegen. Entsprechend kristallisiert sich heraus, ob die Mannschaften ihre Ziele erreichen – und ob statt des Mais schon der März ein Wonnemonat wird. Einige Teams haben allerdings noch verlängerte Faschingspause.

Männer – 3. Liga

„Die wissen, wie man so ein Ding runterspielt“, sagt Daniel Roos. Der Außenspieler des TSV Neuhausen weiß, dass er und seine Kameraden am Samstag (19.30 Uhr) gegen den HBW Balingen-Weilstetten II vor einer sehr schweren Aufgabe stehen. Der HBW ist Vierter, Neuhausen steht auf Platz 13, dazu haben die Balinger sämtliche Aufgaben gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte souverän gelöst. Warum also sollte das gegen Neuhausen anders sein? Vielleicht, weil die MadDogs zuletzt gut gespielt und auch in Fürstenfeldbruck eine Überraschung geschafft haben. Ansonsten heißt es: auf die eigene Leistung schauen. „Wenn sie ihr Ding machen, haben wir das Ergebnis nicht unter Kontrolle“, sagt Neuhausens Trainer Eckard Nothdurft vor dem Spiel gegen seinen Ex-Club und fordert einen kämpferisch starken Auftritt. „Wir spielen zuhause und wollen voller Emotionen auftreten“, verspricht Roos. Timo Flechsenhar trainiert nach seiner Rückenverletzung zwar wieder, ein Einsatz kommt aber noch zu früh. Auch Sebastian Arnold (Sprunggelenksverletzung) fällt weiter aus.

Männer – Württembergliga

„Lauter Spitzenspiele“, hat der TSV Wolfschlugen vor sich – und Trainer Veit Wager freut sich drauf: „Das sind doch die Spiele, auf die man Bock hat.“ Am Samstag (20 Uhr) haben die Wolfschlugener als Dritter gleich mal die Gelegenheit, den TSV Heiningen von Platz zwei zu verdrängen. Wager weiß aber natürlich, dass es ein schweres Auswärtsspiel wird. „Wir müssen den Rückraum in den Griff bekommen und gegen die beiden Abwehrvarianten der Heininger ist volle Laufbereitschaft gefragt“, erklärt der Coach und verdeutlicht noch mal die Bedeutung der Begegnung: „Der Sieger ist erst mal Zweiter und diesen Platz wollen beide haben.“ In den Wochen danach warten im TSV Deizisau, dem SKV Unterensingen und der MTG Wangen die nächsten anspruchsvollen Aufgaben auf die Wolfschlugener. Lauter Spitzenspiele eben.

Der TSV Deizisau ist in einer Woche in Wolfschlugen zu Gast, vorher erwartet die Mannschaft von Trainer Olaf Steinke an diesem Samstag (19 Uhr) Mitabsteiger SG Lauterstein . Deizisau ist Vierter, Lauterstein Sechster – tritt zurzeit aber, wie eigentlich schon zu Saisonbeginn erwartet, als Spitzenmannschaft auf. „Die Lautersteiner haben einen richtig guten Lauf. Vor zwei Wochen haben sie Heiningen weggehauen“, warnt Christof Clauß vom TSV-Management und sieht den Konkurrenten trotz der Tabellensituation als „leichten Favoriten“. Das liegt allerdings auch daran, dass es die Deizisauer Ausfallliste in sich hat: Alin Illi, Jonas Reinold (beide Grippe), Silvan Kenner (umgeknickt) und Patrick Kleefeld (Rippe angebrochen) werden der Mannschaft fehlen.

In der Spitzengruppe der Württembergliga geht es eng zu – und unten auch. Die S G Hegensberg/Liebersbronn kann sehr gut Punkte gebrauchen, und nachdem das einige Male nicht so recht geklappt hat, fordert Trainer Jochen Masching: „Wir müssen auch mal eine Überraschung schaffen.“ Und: „Aus den kommenden vier Spielen müssen wir sechs Punkte holen.“ Am besten fängt die Mannschaft am Samstag (20.15 Uhr) in der Begegnung mit der MTG Wangen damit an. Zwar fehlt den Wangenern aus beruflichen Gründen Aaron Mayer und damit einer der besten Spieler der Liga. „Aber das ist trotzdem eine gute Mannschaft“, sagt Masching, der auf Lucas Schieche und Pascal Geyer verzichten muss.

Auch die HSG Ostfildern möchte Punkte für den Kampf gegen den Abstieg sammeln. Vor dem Spiel gegen den HV Rot-Weiß Laupheim am Samstag (20 Uhr) hat die HSG allerdings ein paar angeschlagene Spieler zu beklagen. Jannik Schlemmer wird sicher ausfallen, hinter dem Einsatz von Dennis Saur steht ein großes Fragezeichen, andere sind einsatzfähig, aber nicht ganz fit. „Wir müssen versuchen, das Spiel mit mannschaftlicher Geschlossenheit anzugehen“, fordert deshalb HSG-Betreuer Mathias Dunz und verweist darauf, dass die Mannschaft das Hinspiel in Laupheim nur knapp verloren und dabei gezeigt hat, dass sie den Gegner durchaus schlagen kann.

Frauen – Württembergliga

Die Spielerinnen der SG Hegensberg/Liebersbronn und ihr Trainer Markus Weisl wehren sich seit Wochen gegen den drohenden Abstieg. Aufgeben gilt nicht, heißt das Motto. Doch vor dem Spiel des Letzten gegen den Vorletzten SC Lehr am Samstag (18.20 Uhr) sagt Weisl: „Es ist ein Muss-Spiel, ein Endspiel. Sollten wir verlieren, geht das Licht aus.“ Am besten sollte die SG sogar mit sieben Toren Unterschied gewinnen, um den direkten Vergleich mit Lehr für sich zu entscheiden. Denn neben der zurückgezogenen FSG Donzdorf/Geislingen erwischt es nur ein weiteres Team – und das wollen die Berg-Handballerinnen gerne nicht sein. Sina Boss fällt nach einer Zahn-Operation aus, sodass der SG in Tessa Faltin nur eine Torhüterin zur Verfügung steht.

Der TV Reichenbach steht in der Tabelle ganz oben, aber in der Spitze geht es sehr eng zu. Die Teams des Führungsquartetts haben jeweils neun Minuspunkte, wobei die TVR-Frauen ein Spiel mehr absolviert haben als die Konkurrentinnen. Nach zuletzt zwei Niederlagen sagt Reichenbachs Kreisläuferin Maike Kienzlen: „Wir haben es nun nicht mehr in der eigenen Hand, müssen aber erst einmal unsere Spiele gewinnen, bevor wie auf andere schauen.“ Das sollte am Samstag (20 Uhr) gegen den Drittletzten TSV Zizishausen möglich sein, aber die Reichenbacherinnen wissen, dass sie vor allem in der Defensive gefordert sein werden. „Zizishausen wirft oft mehr als 30 Tore, da müssen wir eine gute Abwehr stellen“, erklärt Kienzlen. Personell haben die Reichenbacherinnen keine Probleme.

Zum Führungsquartett gehört auch der TV Nellingen II , dem die Reichenbacherinnen zuletzt mit 30:31 unterlegen waren. Am Samstag (19 Uhr) haben es die TVN-Frauen mit dem Achten SG Hofen/Hüttlingen zu tun. Der TSV Köngen erwartet am Sonntag (17 Uhr) die SG Burlafingen/PSV Ulm zum Mittelfeldduell.

Männer – Landesliga

Die Generalprobe ging für den TV Reichenbach verloren, im Bezirkspokal-Achtelfinale unterlagen die Reichenbacher dem Ligakonkurrenten VfL Kirchheim mit 23:25 und verpassten das Final Four. „Wir sind dennoch positiv gestimmt, dass wir jetzt nach dreiwöchiger Liga-Pause wieder positiv starten“, sagt TVR-Athletiktrainer Alec Farrell vor der Begegnung mit dem HT Uhingen-Holzhausen am Samstag (18 Uhr). „Uhingen-Holzhausen wird uns aber mit Sicherheit einen heißen Kampf liefern“, weiß Farrell um die Stärke des Gegners. Hinzu kommt, dass der TVR ziemlich sicher auf einige wichtige Spieler krankheitsbedingt verzichten muss. „Uns hat ein bisschen die Nach-Fasching-Grippewelle getroffen, weshalb der Einsatz von manch einem noch auf der Kippe steht.“ Die Einsätze von Timo Häußermann, Max Liegat, Tobias Fischer und Philipp Schaupp sind noch ungewiss. Christoph Maile wird wegen eines Auslandsaufenthalts auf jeden Fall fehlen. „Den Sieg wollen wir uns trotzdem holen, denn der wäre wichtig für uns.“

Bezirksliga

Der TV Altbach hat im Spiel beim TSV Neckartenzlingen am Samstag (19.30 Uhr) die große Chance, an einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg heranzurücken. Die Neckartenzlinger haben vier Punkte Vorsprung. Ein Sieg wäre enorm wichtig, denn bei nur noch fünf ausstehenden Spielen rennt den Altbachern allmählich die Zeit davon.

Bezirksklasse

Das Team Esslingen II tritt am Samstag (20 Uhr) beim TSV Urach an. „Beim Tabellenzweiten ist nur etwas zu holen, wenn es uns gelingt, die Ballverluste gering zu halten, um dabei das schnelle Konterspiel der Uracher zu vermeiden“, sagt Esslingens Trainer Sven Reichenberger, der auf beide Stammtorhüter und einige angeschlagene Feldspieler verzichten muss. Ebenfalls um 20 Uhr spielt der TV Plochingen II beim TSV Weilheim . Die Plochinger sind heimlich, still und leise mitten in den Kampf gegen den Abstieg gerutscht. „Aus eigener Kraft werden wir es wohl nicht mehr schaffen, deshalb wollen wir mit einem Sieg die Chance erhalten, dem drohenden Abstieg zu entrinnen“, sagt TVP-Trainer Martin Bosch-Maurer, der wegen einer Grippewelle auf einige Spieler verzichten muss. Der TV Reichenbach II spielt am Sonntag (17 Uhr) zu Hause gegen das HT Uhingen-Holzhausen II . Ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten, der in der laufenden Saison erst drei Siege geholt hat, ist Pflicht für die Reichenbacher, die sich damit selbst Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen könnten.

Kreisliga A

Tabellenführer HSG Ostfildern II empfängt am Samstag (18 Uhr) den VfL Kirchheim II . „Wir möchten den Schwung aus den Spielen gegen Reichenbach und Zizishausen mitnehmen“, sagt HSG-Spieler Timo Fritz. „Unser Ziel ist noch lang nicht erreicht.“ Die SG Esslingen spielt am späteren Samstag (20 Uhr) gegen den TSV Denkendorf II . Nach erst einem Sieg in der Rückrunde findet sich die SGE nun mitten im Kampf gegen den Abstieg wieder. „Wir müssen unbedingt gewinnen, um uns im Tabellenkeller Luft zu verschaffen“, fordert SGE-Torhüter Benedikt Schrade. Der TV Reichenbach III trifft am Sonntag (15 Uhr) im Spitzenspiel vor heimischer Kulisse auf den TSV Zizishausen II . Der Verlierer der Partie muss sich wohl aus dem Kampf um die Meisterschaft verabschieden.

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