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Die Wohnungssuche ist mitunter ein langwieriger Prozess. Im Folgenden erfahren Mieter, wie sie bei der Suche vorgehen können und worauf sie beim Mietvertrag achten sollten.

Tipps für die Wohnungssuche

Schöne und günstige Wohnungen findet man selten. Aus diesem Grund sollten Mieter alle Kanäle für die Wohnungssuche nutzen. Der Klassiker schlechthin ist wohl der Anzeigenbereich in der Zeitung. Hier gibt es zahlreiche Wohnungsangebote. Allerdings werden die Wohnungen aufgrund der hohen Anzeigenpreise meist ohne Fotos eingestellt. Dem gegenüber stehen die modernen und mit vielen Vorteilen behafteten Online-Portale. Hier lassen sich schnell und einfach Wohnungen in Esslingen oder Stuttgart finden. Suchende können das Angebot bequem nach Lage, Preis, Größe und Zimmerzahl eingrenzen. Außerdem erhalten sie in Online-Portalen weitaus mehr Informationen zu den Wohnungen als in der Zeitung – sowohl in Text- als auch in Bildform.
Als Alternative bietet sich die Suche über soziale Netzwerke wie Facebook an. Hier können Suchende Freunde und Bekannte über ihre Wohnungssuche informieren und sie bitten, Augen und Ohren offenzuhalten. Zudem gibt es dort zahlreiche Wohnungs-Gruppen, in denen Anzeigen veröffentlicht werden.

Egal, wo die Suche stattfindet: Irgendwann kommt es zum ersten Kontakt mit dem potenziellen neuen Vermieter, sei es per Telefon oder per E-Mail. Das Telefonat findet idealerweise in einer ruhigen Atmosphäre statt. Die Kontaktanfrage per E-Mail sollte frei von Rechtschreib-, Komma- und Grammatikfehlern sein. Eine höfliche Kontaktanfrage, bei der sich der Wohnungssuchende vorstellt und erste Informationen zu seiner Person liefert, erhöht die Chance, zu einer Besichtigung eingeladen zu werden.

Vorsicht beim Mietvertrag – darauf ist zu achten

Konnte der Suchende den Vermieter von sich überzeugen, gilt es, die allerletzte Hürde zu meistern: den Mietvertrag. Leider sind viele Mieter auf dem überhitzten Wohnungsmarkt froh, überhaupt die Aussicht auf eine Wohnung zu haben. Daher unterschreiben sie den Mietvertrag oft vorschnell, ohne sich über Fallstricke zu informieren. Im Folgenden werden drei heikle Klauseln aus Wohnungsmietverträgen erläutert.

Einige Vermieter versuchen ihre Mieter mit einer Kündigungsverzichtsklausel möglichst lange an die Wohnung zu binden. Wer einen solchen Mietvertrag unterschreibt, verzichtet für bis zu vier Jahre auf sein Kündigungsrecht. Dies kann insbesondere in Zeiten von Arbeitslosigkeit oder im Falle eines Jobwechsels in eine weiter entfernte Stadt ein großes Problem werden.

In einigen Verträgen gibt es eine Klausel, die eine Mietstaffelung festlegt. Dies tritt oft zusammen mit der Kündigungsverzichtsklausel auf. Bei einem Staffelmietvertrag erhöht sich die Miete zu bestimmten Zeitpunkten – maximal einmal im Jahr – um einen im Vertrag festgelegten Betrag. Ob dies tatsächlich Nachteile bringt, ist aber von Wohnort zu Wohnort verschieden. Ist die vereinbarte Mieterhöhung niedriger als die Preisentwicklung des Stadtteils, fahren Mieter mit einer Staffelmiete sogar günstiger. Nicht nur die Stuttgarter haben mit steigenden Mieten zu kämpfen, sondern Mieter in ganz Deutschland. Doch ob sich ein Staffelmietvertrag lohnt, lässt sich im Voraus meist schwer einschätzen.

Eine weitere Klausel, die für Mieter nachteilig ist, ist die Betriebskostenpauschale. Normalerweise bezahlen Mieter die Betriebskosten mit einer monatlichen Vorauszahlung. Stellt sich am Jahresende heraus, dass der Mieter mehr gezahlt hat als er verbraucht hat, bekommt er das Geld zurück. Hat er zu wenig gezahlt, muss er nachzahlen. Ist allerdings eine Betriebskostenpauschale festgelegt, zahlen Mieter die Nebenkosten unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch und bekommen zu viel investiertes Geld nicht zurück. Diese Klausel ist sehr risikoreich und lohnt sich – wenn überhaupt – nur bei absolut hohem Verbrauch von Heizenergie, Strom oder Wasser.

Fazit

Ist die Traumwohnung gefunden, sollten Mieter den Mietvertrag genau durchlesen und gegebenenfalls anpassen lassen. Ansonsten drohen im Nachgang durch Klauseln wie Kündigungsverzicht, Mietstaffelung oder Betriebskostenpauschale Nachteile.

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