Pastellrosa, wie es auch Barbie gefallen würde oder lieber gemütlich mit Holzofen-Flair? Wir zeigen die schönsten Badezimmer aus Architektenhäusern in Stuttgart und drumherum – und schauen auf Trends im Bad.
In den 1970er und 1980er Jahren gab es sie in olivgrün und kaffeebraun: Badezimmer in deutschen Häusern bestachen durch ihre unvergesslich kräftige Farbgebung. In den 1990ern war man da schon wieder etwas zurückhaltender unterwegs. Anfang des 21. Jahrhunderts neigten die Deutschen wieder verstärkt zu weiß als Grundton in Kombination mit bunten Kachelornamenten oder Fliesenböden in dunklen Farben wie grün oder blau. Dann folgte innen wie außen die Betonoptik – Granit, Marmor, Stein, Hauptsache in Grau, kühl und klare Kontraste sollten es sein.
Oft kann man an dem Aussehen eines Badezimmers erkennen, in welchem Baujahr das Haus, in welchem es sich befindet, gebaut wurde. Diese klaren Trendlinien neigen sich aktuell dem Ende zu – erlaubt ist, was gefällt.
Im wahrsten Sinne mehr Raum und Platz für entspannte Stunden
Auch wenn es keine einheitlichen Trends gibt, was die Nasszelle im Haus – zumindest hinsichtlich des Stils und der Farbgebung – betrifft, kann ganz generell gesagt werden, dass Badezimmer, wenn machbar, immer größer geplant werden. Sie sollen als Wellnessoasen zu Hause im wahrsten Sinne Raum und Platz für entspannte Stunden schaffen. Auch die Freistelleroptik hat viele Fans – bei der Badewanne am liebsten mitten im Raum auf vier kleinen Füßchen wie im alten Rom oder beim Waschbecken als Selbststeher. Waschtröge de luxe sozusagen.
Im Trend liegen liegen auch wieder klare Linien und dementsprechend eckige, kantige, schnörkellose Designs von Schränken und Duschen. Und vor allem: Hell sollen Bäder sein, idealerweise mit einem schönen Ausblick von der Badewanne aus.
Ambitionierte Bauherren, die sich von Architekten bei der Badplanung helfen lassen, sind zuweilen zurückhaltend bei der Farbgestaltung, manche zeigen aber auch Mut zur Farbe. Es darf Betonoptik bis zu einem fast schwarzen Badeparadies sein, ein pastelliges Mädchenbad in zartem rosa oder ein weißes cleanes Raumkonzept – gerne auch in Kombination.
Was derzeit ebenfalls bei Sanierungen oder neuen Bädern gewünscht wird: raffinierte raumteilende, gemauerte Zwischenwände. Hierzu wird aber ein dementsprechend großes Badezimmer benötigt. Mithilfe einer kleinen Zwischenwand als Raumteiler kann man etwa das Waschbecken auf der einen Seite und die Dusche sowie das WC auf der anderen Seite der Zwischenwand mitten im Raum organisieren und hat dadurch gleichzeitig etwas Privatsphäre im Badezimmer geschaffen.
Darüber hinaus arbeiten auch immer mehr Menschen im Badezimmer mit Lichtkonzepten, das heißt, sie schaffen etwa durch eine indirekte Beleuchtung oder Licht Spots an der Decke eine bestimmte Stimmung – für Morgenmuffel zum Wachwerden oder für Workaholics zum Entspannen. Das Badezimmer als Ort für Me-Time und nicht nur zur Zahnpflege und zum schnell Sauberwerden hat deutlich an Bedeutung gewonnen.
Bilder von Badezimmern in Architektenhäusern finden sich in der Bildergalerie.