Bis auf einer Baustelle auch gearbeitet werden kann, gehen oft Jahre ins Land. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der Streit um ein Fellbacher Wohnprojekt zeigt, dass Vorgaben wichtig sind. Denn ein Quartier muss auch funktionieren, nachdem die Appartements verkauft sind, meint unser Autor.

Fällt bei einem Bauprojekt der Name Layher, dürften Städteplaner in der halben Region Stuttgart die Ohren spitzen. Denn die beiden Zwillingsbrüder aus Besigheim haben in den vergangenen Jahrzehnten einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. In Rathauskreisen gefürchtet ist vor allem das eifrig praktizierte Modell von Layher, sich über mitten im Baugebiet liegende Grundstücke ein Mitspracherecht zu sichern – und bei der Realisierung so lange auf die Bremse zu treten, bis die Verwaltung zu weitreichenden Zugeständnissen bei Geschosshöhe oder Grundstücksgrenze bereit ist. Weil die Brüder sich in fast jedes Baugebiet einkauften, von dem sie Wind bekamen, sind viele Kommunen dazu übergegangen, Gebiete erst zu entwickeln, wenn auch alle Grundstücke in städtischer Hand sind – und vorher keinen Finger zu rühren.

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