Sprints über die Achtelmeile gibt’s am Samstag und Sonntag beim „Glemseck 101“. Foto: Granville

Zum Motorradtreffen am Glemseck pilgern tausende Besucher. In Perouse zeigen Bauern, Jäger und Förster, was sie so machen. Auch für Pferdefreunde wird etwas geboten.

Da ist die 18 voll – das „Glemseck 101“, nach eigener Aussage Europas größtes markenunabhängiges Motorradtreffen, findet von Freitag bis Sonntag zum 18. Mal statt, wird also quasi volljährig. Jahr um Jahr hat das Zweiradfestival zehntausende Besucher ins Mahdental gelockt.

Auf ihre Kosten kommen sowohl die Motorradfreunde als auch die, die von motorisierten Zweirädern oder Rennen keine Ahnung haben. Denn das „Glemseck 101“ ist mehr als nur eine Rennveranstaltung, es wird als Lebensgefühl beschrieben.

Sprintrennen und Livemusik

Wer sich für die PS-starken Rennduelle über die Achtelmeile interessiert, bekommt am Samstag von 13 bis 19 Uhr was geboten und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr. Beide Male spricht der Bezirksjugendpfarrer Jürgen Schwarz, selbst bekennender Motorradliebhaber, vorher einen Segen.

Musikalisch startet das Glemseck bereits am Freitag und Samstag um 20 Uhr am Hotel Glemseck. Vier Bands bringen Country, Rock’n’Roll und Rockabilly-Sound auf die große Bühne. Für die Anreise sollten Besucher allerdings Zeit – und bequemes Schuhwerk – mitbringen.

Um Pferdestärken geht es am Wochenende auch am entgegengesetzten Ende von Leonberg. Im Reiterzentrum Tilgshäusle finden die 59. Leonberger Reiterspiele statt. Reiterinnen und Reiter messen sich am Samstag und Sonntag in mehr als 20 Spring- und Dressurprüfungen, da gibt es also jede Menge zu sehen. Für die kleinen Pferdefreunde wird Ponyreiten angeboten.

Der Hof in der Pinadelle in Perouse lädt am Sonntag zur Gläsernen Produktion ein. Am Wochenende findet dort zudem das Jäger-, Bauern- und Forstfest statt. Foto: Simon Granville

Gejagt wird am Wochenende auch in Perouse. Doch statt um Trophäen geht es hier um Wild – und um regionale Produkte. Auf dem Hof in der Pinadelle, Heimsheimer Straße 11, findet das Jäger-, Bauern- und Forstfest statt. Fassanstich ist am Samstag um 17 Uhr, es gibt Livemusik und ab 21 Uhr eine Bar. Serviert werden Wildspezialitäten.

Der Sonntag startet dort mit einem ökumenischen Gottesdienst, danach spielen die Jagdhornbläser. Geboten werden auch eine Jagdhunde-Rasseschau, eine Aktionsfläche Forst und einen Lernort Natur für den Nachwuchs. Auf dem Kartoffelhof findet zudem die „Gläserne Produktion“ statt, eine Initiative, bei der Betriebe Einblicke in ihre Arbeit gewähren.

Neue Freunde, alte Zeiten

An jedem ersten Freitag im Monat lädt das Hoffnungshaus Leonberg zur „Friday Night“ ein. Neue Kontakte knüpfen, sich austauschen, gemeinsam eine Runde Volleyball, Wikinger-Schach oder Karten spielen, darum geht es bei der Aktion. Im September gibt es aber eine Besonderheit: An diesem Freitag trifft man sich von 18 bis 21.30 Uhr im Stadtpark Leonberg.

Und wer seinen Kindern schon immer mal zeigen wollte, wie Schule früher ablief, dem sei die Führung „Schulbank, Schiefertafel, Plumpsklo“ am Sonntag in der Leonberger Altstadt ans Herz gelegt. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Marktbrunnen. Erwachsene zahlen fünf Euro für die historischen Einblicke, Kinder unter 16 Jahren nichts.