Schillersonntag in Marbach bedeutet: Schillerrede, Museum, Kinderprogramm und Shopping. Wir zeigen Eindrücke von einem der wichtigsten Tage im Marbacher Kalenderjahr.
Am Sonntag verwandelte sich Marbach am Neckar zum Schillersonntag in eine lebendige Bühne für Kultur und Begegnung. Den Auftakt bildete die Schillerrede 2025, gehalten von der renommierten Soziologin Eva Illouz im Deutschen Literaturarchiv. Zudem öffnete das frisch renovierte Schiller-Nationalmuseum seine Türen für ein vielfältiges Programm. Über den ganzen Nachmittag hinweg boten Kurzführungen spannende Einblicke in die neue Dauerausstellung „Schiller!“.
Auch für Kinder war auf der Marbacher Schillerhöhe etwas geboten – beispielsweise eine spezielle Führungen für die Kleinen sowie ein Kreativprogramm, bei dem mit Feder und Tinte geschrieben wurde. Musikalisch wurde es am Nachmittag im Humboldt-Saal: Die Gesangsklasse 6 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums präsentierte unter Leitung von Sybille Schmid ein Kurzkonzert, inklusive der Uraufführung von Jan Kopps Komposition „Tauchen“ nach Schiller.
Verkaufsoffener Sonntag und Literaturspaziergang
Parallel dazu luden die Läden und Restaurants der Innenstadt unter dem Motto „Marbach öffnet seine Türen“ zum verkaufsoffenen Sonntag. Der lockte trotz des schlechten Wetters viele Menschen in die Altstadt. Geschäfte und Gastronomie zeigten sich herbstlich geschmückt, Ballontiere belebten die Güntter- und Marktstraße. Auch im Hotel Bären und im Hotel Schillerhof gab es Programm. Kinderaktionen, Gewinnspiele, Bücherflohmarkt, Schillerschokolade und eine Lesung im Tobias-Mayer-Museum rundeten das Angebot ab.
Auch die Stadtbücherei beteiligte sich mit Vorlesestunden für Kinder und einem Cafébetrieb. Um 15 Uhr führte Heiko Kusiek beim Literaturspaziergang durch Marbachs literarische Landschaft – die vielfältiger ist als nur Schiller. Den Abschluss bildete um 18 Uhr die musikalisch-literarische Revue „Italienreise“ in der Stadthalle – eine Hommage an die Italiensehnsucht von Goethe bis Gianna Nannini.