Zeigten sich bei der WM-Auslosung als beste Freunde: Fifa-Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump. Foto: imago/ANP

Bei der Auslosung für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wundert sich US-Präsident Donald Trump über die amerikanische Bezeichnung für Fußball. Er hat einen anderen Vorschlag.

Fußball nennen die US-Amerikaner „Soccer“, denn „Football“ ist für die in den USA deutlich populärere Sportart „American Football“ reserviert. Diesen Fakt thematisierte auch US-Präsident Donald Trump bei der Auslosung für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko am Freitagabend. „Wir nennen den Soccer nicht Fußball, weil wir das Problem mit dem Wortkonflikt haben“, sagte Trump im Gespräch mit Fifa-Chef Gianni Infantino.

„Ich weiß nicht, warum wir einen anderen Namen dafür haben“, sagte der US-Präsident irritiert, „es ergibt keinen Sinn“. Wenn es nach Trump geht, würde er sich offenbar künftig gerne vom Begriff „Soccer“ verabschieden und auch in den USA zu Fußball „Football“ sagen: „Das hier ist ja wirklich Fußball, wir sollten ihn auch so nennen“, schlug er auf der Bühne vor. Und erhielt prompt Zustimmung von Fifa-Boss Infantino, der rief: „Yeah, yeah.“

Kritik: Infantino habe sich den Friedenspreis extra für Trump ausgedacht

Von jenem hatte der US-Präsident zuvor bereits den sogenannten Fifa-Friedenspreis überreicht bekommen. Die Auszeichnung hatte der Fußball-Weltverband erst Anfang November ins Leben gerufen – für Personen, die sich durch „außergewöhnliche Taten für Frieden und Einheit der Welt“ gezeigt hätten.

Infantino habe sich den Preis extra für Trump ausgedacht, warfen Kritiker dem Fifa-Chef vor. Kein transparentes Verfahren, keine Nominierten, keine Jury und offenbar auch für den Fifa-Rat neu, sagte die Direktorin von Human Rights Watch, Minky Worden, zwei Tage vor der Auslosung über die geplante Preisvergabe.