Wegen einer beispiellosen IT-Panne im Jahr 2005 sind 1440 Lehrerstellen in Baden-Württemberg unbesetzt. Das Netz reagiert zwischen Verwunderung und Spott.
Es ist eine IT-Panne historischen Ausmaßes: 1440 Lehrerstellen sind in Baden-Württemberg derzeit unbesetzt, weil es vor 20 Jahren zu einem Programmierfehler im Personal- und Stellenprogramm der Kultusverwaltung gekommen sein soll.
Das erklärten Kultus- und Finanzministerium in einer gemeinsamen Mitteilung am Mittwoch. In den Ministerien könne man sich nicht erklären, warum das über Jahrzehnte unbemerkt geblieben war.
Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) zeigt sich „schockiert“ und „erschrocken“ und will eine schnelle Aufarbeitung; Referendare und junge Lehrkräfte üben massive Kritik – und wie reagiert das Netz? Es rettet sich in Galgenhumor.
Während sich die einen noch uneins sind, mit welcher Emotion sie auf die historische IT-Panne reagieren sollen, zeigt sich bei anderen Verzweiflung:
Verwundert zeigen sich Nutzer auf X – ehemals Twitter – vor allem von der Tatsache, dass der Fehler über zwei Jahrzehnte lang unbemerkt geblieben war:
Fast unglaublich wirkt der Fehler auf einige Nutzer ob der Tatsache, dass Schulen in Baden-Württemberg seit Jahren über einen Lehrermangel klagen:
Manche wollen wohl noch an einen Aprilscherz glauben:
Das Netz stellt sich auch die Frage, was mit dem ganzen Geld passiert, das über Jahre eingespart wurde. Das Finanzministerium versicherte derweil: Durch die Panne sei kein finanzieller Schaden entstanden. Da die Stellen nicht besetzt wurden, sei kein Geld abgeflossen.
Sparen – eine Königsdisziplin der Schwaben:
In Anlehnung an Baden-Württembergs langjährigen Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ versuchen sich diese Nutzer offenbar an einer neuen Selbtsvermarktungskampagne für das Land:
Die Berufschancen für Lehramtsstudenten in Baden-Württemberg dürften von der einen auf die anderen Sekunde drastisch gestiegen sein. In der Regierung sei man sich einig, dass die offenen Stellen vollständig nachbesetzt werden sollen.
Ob (angehende) Lehrkräfte im Nachbarbundesland jetzt über die Landesgrenze schielen?
Das kurze Fazit zur IT-Panne dieses Nutzers: