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Hier erfahren Sie, wie die Ansteckung mit Kopfläusen erfolgt.

Zu dieser Jahreszeit werden die Temperaturen besonders während der Dunkelheit zunehmend eisiger. Da sollte man seinem Kind doch morgens besser eine Mütze aufsetzen, wenn es in die Schule geht, oder? Und dann kommt es nach Hause und hat auf einmal Kopfläuse. Viele Eltern fragen sich in diesem Fall: Bin ich jetzt schuld? Hätte ich ihm keine Kopfbedeckung aufsetzen sollen? Kommen die Läuse etwa davon? Nein, so viel sei bereits verraten, das ist nicht der klassische Übertragungsweg von Kopfläusen. Wie eine Ansteckung mit Kopfläusen tatsächlich erfolgt, lesen Sie hier.

Übertragungswege von Kopfläusen

Wenn Sie wissen, wie Kopfläuse sich ernähren, wird schnell klar, welche potenziellen Übertragungswege alle ausgeschlossen werden können. Kopfläuse überleben nämlich ausschließlich, wenn sie in regelmäßigen Abständen menschliches Blut zu sich nehmen. Die Betonung liegt hierbei auf menschlich, denn eine Übertragung der Kopfläuse durch Tiere ist nicht möglich. Zudem lässt sich sagen, dass bei Personen, bei denen man Kopfläuse erkennen kann, meist nicht Unreinlichkeit der Grund ist. Und in der Regel auch keine mit Läusen befallene Gegenstände (die Läuse finden dort keine Nahrung und trocknen aus). Zu Letzteren zählen etwa gemeinsam getragene Mützen, Kopfbedeckungen, Bettwäsche oder Teppiche. Sie können Ihrem Schützling also guten Gewissens bei kalten Temperaturen eine Mütze aufsetzen. Vielmehr findet die Ansteckung mit Kopfläusen primär durch zwischenmenschlichen Kontakt statt. Kinder stecken – im Gegensatz zu vielen Erwachsenen – gerne, sei es im Kindergarten oder in der Schule, ihre Köpfe zusammen. Die Läuse krabbeln dann sehr rasch von Haupt zu Haupt und nisten sich in den Haaren ihres neuen Wirts ein, um von dort aus an das überlebensnotwendige Blut zu gelangen. Dass Läuse von Kopf zu Kopf springen, ist daher eher ein Mythos. Um ihre Population auf dem menschlichen Kopf zu vermehren, legt jede einzelne Laus im Übrigen mehrere bräunliche und äußerst winzige Eier pro Tag – die sogenannten Nissen.

Typische Zeichen für Kopfläuse

Kopfläuse nach einer Ansteckung zu erkennen, ist alles andere als einfach. Denn sowohl die Nissen als auch die Läuse sind sehr klein und weisen eine unauffällige Färbung auf. Die Verwendung einer Lupe bringt meist die notwendige Klarheit, ob eine Ansteckung mit Kopfläusen vorliegt oder nicht. Wer Zweifel hat, sollte zusätzlich eine Arztpraxis oder eine Apotheke aufsuchen. Läuse machen sich bei Betroffenen dadurch bemerkbar, dass sie auf der Kopfhaut jucken. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die kleinen Tierchen ihr Speicheldrüsensekret in die menschliche Kopfhaut abgeben und diese sich entsprechend dagegen wehrt. Der Juckreiz ist somit als Schutzmechanismus unseres Organismus zu interpretieren. Da sich viele Kinder an den betroffenen Kopfpartien kratzen, kommt es oft zusätzlich zu offenen – sich später entzündenden – Stellen an der Kopfhaut.

Wie gehe ich gegen Kopfläuse nach einer Ansteckung vor?

Die positive Nachricht vorweg: Wenn Sie Kopfläuse nach einer Ansteckung erst einmal erkannt haben, können Sie das Problem schnell wieder in den Griff bekommen. In der Regel reicht es aus, sich in der Apotheke einen Läusekamm zu besorgen und diesen regelmäßig zu verwenden. Zusätzlich haben sich speziell entwickelte Anti-Läuse-Shampoos bewährt. Diese Mittel gehen entweder durch chemisches Vergiften oder Ersticken gegen Nissen und Kopfläuse vor. Ganz gleich, wie genau das Präparat zusammengesetzt ist, nach wenigen Tagen, ist der Spuk mit den Läusen meist wieder vorüber.

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