Mit einer Schreckschusswaffe schoss ein Mann, nachdem ihn ein Randalierer angegangen hatte. Foto: dpa//Klaus-Dietmar Gabbert

Ein Mann im psychischen Ausnahmezustand hat in Wernau randaliert. Einer der Geschädigten holte daraufhin eine Schreckschusspistole und gab mehrere Schüsse ab. Beiden drohen jetzt Strafen.

Wernau - In einem psychischen Ausnahmezustand dürfte sich laut Polizei ein 27-Jähriger befunden haben, der am frühen Donnerstagmorgen in der Kirchheimer Straße in Wernau randaliert hat.

Der alkoholisierte Mann hatte, wie die Polizei berichtet, dort gegen 1.30 Uhr zunächst einen Skoda angehalten, eine Flasche gegen den Wagen geworfen, gegen das Auto getreten und den 31-jährigen Fahrer und seine Begleiterin völlig grundlos beschimpft und beleidigt.

Nachdem der Skoda zunächst weitergefahren war, stoppte der 27-Jährige einen Seat. Auch hier trat er gegen den Wagen, riss den Heckscheibenwischer ab und beschimpfte den 45-jährigen Fahrer. Während des nachfolgenden Streitgesprächs kam es dann auch zu Handgreiflichkeiten, die durch zwei hinzukommende Zeugen beendet wurden, in dem sie den Randalierer zu Boden brachten und festhielten.

Noch vor dem Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten kehrte der Skoda-Fahrer wieder zurück und gab mit einer mitgeführten Schreckschusspistole mehrere Schüsse ab, wonach es erneut zu Handgreiflichkeiten zwischen den Beteiligten kam.

Der 27-Jährige und der 31-jährige Skoda-Fahrer wurden dann vorläufig festgenommen, die Schreckschusspistole wurde sichergestellt.

Der 27-Jährige ist im Anschluss in eine Fachklinik eingeliefert worden und wurde dort stationär aufgenommen. Bei dem 31-Jährigen konnte eine deutliche alkoholische Beeinflussung festgestellt werden. Weil eine entsprechende Überprüfung einen vorläufigen Wert von mehr als 1,5 Promille ergab, musste er sich einer Blutentnahme unterziehen und seinen Führerschein abgeben.

Ernstlich verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Während an dem Skoda offenbar kein Schaden entstanden war, dürften sich die Schäden an dem Seat auf rund 3.500 Euro summieren. Den 27-Jährigen und den 31-Jährigen erwarten nun entsprechende Strafanzeigen.

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