Sagrada Foto: Pegasus - Pegasus

Es ist hübsch anzuschauen und ein echter Hirnverzwirbler: Im Brettspiel "Sagrada" müssen die Spieler mit farbigen Würfeln Kirchenfenster vollpuzzeln.

EsslingenEs liegt freilich nahe, Antoni Gaudís verspielten Baustil zu verspielen – das leistet „Sagrada“ grandios. Das abstrakte Spiel, bei dem farbige Würfel zum Mosaik arrangiert werden gleichsam eines Kirchenfensters von Gaudis Basilika Sagrada Família, ist wohl komponiert: etwas Glück, etwas Geschick, etwas Gemeinheit – und viel für’s Auge.
Jeder Spieler erhält ein Tableau mit Vertiefungen. Es zeigt ein vier-mal-fünf-Raster zum Verglasen, in das man eine Karte steckt und das für einige Felder bestimmte Würfelfarben oder -werte festlegt. Jede Runde werden zufällig gezogene bunte Würfel geworfen, von denen die Spieler jeweils zwei nehmen und im Raster platzieren. Stattdessen können auch Spezial-Aktionen genutzt werden. Ziel ist, den Legeregeln folgend das Fenster zu puzzeln. Punkte gibt es für das Erfüllen von Auftragskarten und das Sammeln einer Würfelfarbe.

„Sagrada“ ist so flott kapiert wie schwer zu meistern – wobei die Musterkarten das Niveau skalieren. Die Mitspieler können einem zwar Würfel wegschnappen, doch zählt ebenso das eigene Geschick. Das Spiel ist flink und erfreut optisch ungemein. Bei vier Spielern kann sich die Partie ziehen – und Frustrationstoleranz ist auch gefragt, wenn der Vordermann den begehrten Würfel abgreift. Doch wer das abkann, dem sei eine, sorry für’s platte Wortspiel, nette Gaudí garantiert.

("Sagrada" von Adrian Adamescu und Daryl Andrews, 1 bis 4 Spieler, ab 8 Jahren, 45 Minuten, Pegasus, etwa 30 Euro)

Unsere Wertung: 4 von 5 Pöppeln

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