Nach dem Unfall im Weltweihnachtscircus gibt es neue Informationen zum Gesundheitszustand der Artisten. Zirkusfans fragen sich: Sind die beiden finanziell gesichert?
Der Absturz des ukrainischen Luftakrobaten-Duos Flight of Passion im Weltweihnachtscircus auf dem Cannstatter Wasen hat viele Menschen bewegt. Wo noch vor wenigen Tagen Abend für Abend tausende Zuschauer den Atem anhielten, ist das große Zirkuszelt inzwischen nahezu verschwunden. Zurück bleiben Fragen – vor allem nach dem Zustand der beiden Artisten, die aus etwa fünf Metern abgestürzt waren.
Nach Angaben von Zirkuschef Dalien Cohen gibt es positive Nachrichten. Die Artistin Daria könne das Krankenhaus in Kürze verlassen. Ihrem Partner Dmitry dagegen steht noch ein längerer Weg bevor. Er hatte sich bei dem Sturz einen Bruch von Fußknochen zugezogen und muss sich in der kommenden Woche einer zweiten Operation unterziehen. Anschließend soll er noch etwa eine Woche zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben, bevor er zur Rehabilitation nach Mannheim verlegt wird – dorthin, wo er lebt.
Wovon lebt ein Artist in der langen Zeit der Genesung?
Die behandelnden Ärzte gehen nach Auskunft des Zirkus davon aus, dass Dmitry vollständig genesen wird und in seinen Beruf als Artist zurückkehren kann. Dennoch treibt viele Zirkusfreunde eine Frage um: Wovon lebt ein Artist in der langen Zeit der Genesung? In sozialen Netzwerken gab es bereits Vorschläge, Spenden für den Verunglückten zu sammeln.
„Wir sorgen für unsere Leute“
Zirkuschef Cohen weist diese Sorge zurück. „Dmitry ist gut versichert“, sagt der 28-Jährige, „wir sorgen für unsere Leute.“ Der Weltweihnachtscircus stehe hinter seinen Artisten und lasse sie in dieser Situation nicht allein.
Noch ungeklärt ist weiterhin die genau Ursache des Unfalls. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem technischen Defekt ausgegangen. Ob ein Seil gerissen ist oder ein Karabiner versagte, ist bisher nicht bestätigt. Entsprechende Vermutungen seien Spekulationen, betont Cohen.