Der COP-Tagungsort Belém steht massiv in der Kritik. Bausünden, exorbitante Hotelpreise und urbanes Chaos prägen die Stadt.
Bevor Präsident Lula da Silva und die Vereinten Nationen 2023 auf die Idee kamen, die Weltklimakonferenz nach Belém zu vergeben, fand die Millionenstadt zwischen Amazonas und Atlantik wenig Beachtung. An der Peripherie Brasiliens gelegen, zehrte die Stadt vor allem von vergangenen Zeiten. Der Kautschukboom im ausgehenden 19. Jahrhundert bescherte Belém Reichtum. Aus dieser Epoche stammen die verwitterten und verfallenden Art-déco-Gebäude im Zentrum und am Hafen, die gusseiserne Ver-o-peso-Markthalle, Theater und Plätze. An diesen Orten wirkt die COP-Gastgeberstadt wie aus der Zeit gefallen.
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