Der Nürtinger Weihnachtsmarkt rund um die Stadtkirche St. Laurentius. Foto: Stadt Nürtingen

Nachdem der Budenzauber fast überall zwei Jahre pausieren musste, finden in diesem Jahr wieder zahlreiche Weihnachtsmärkte statt. Dies sind die Highlights im Kreis.

Der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt ist bestimmt der bekannteste im Kreis. Doch auch in anderen Städten und Gemeinden sind zahlreiche, teils märchenhafte Budenzauber geboten.

Plochingen Besonders trifft diese Beschreibung auf den Plochinger Weihnachtsmarkt zu. Von Freitag, 25. November, bis Sonntag ,27. November, laden das Stadtmarketing Plochingen und das städtische Kulturamt zum märchenhaften Markt. Neben erleuchteten Fachwerkhäusern und festlichen Dekorationen wie Tannenbäumen und Schneekristallen ist auch einiges für den Gaumen geboten. Am Fischbrunnenplatz und entlang der Marktstraße werden Waffeln, Punsch und andere Speisen angeboten. Darüber hinaus gibt es musikalische Unterhaltung durch die Vereine, Stände mit Dekorations- oder Handwerksartikeln und im Alten Rathaus einen Kunst und Schmuckmarkt. Auch der Plochinger Einzelhandel wirkt beim Markt mit, unter anderem wird eine Weihnachtslotterie veranstaltet. Am „Weihnachts-Wunschzettel-Baum“ in der Bücherei können zudem Kindern aus Plochinger Familien Geschenke ermöglicht werden, auch wenn die Familien sich dies sonst nicht leisten könnten.

Zu den Besuchern am Wochenende wird auch der Nikolaus zählen, zudem unterstreichen Figuren aus den Märchen der Gebrüder Grimm das märchenhafte Thema des Marktes. Hauptmotto ist dabei in diesem Jahr Schneewittchen. Am Freitag hat der Markt von 17 bis 20 Uhr geöffnet, am Samstag von 13 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. An allen drei Tagen fährt ein kostenloser Pendlerbus von der Ottilienkapelle zum Stumpenhof und zurück. Tagesaktuelle Informationen gibt es im Internet unter www.stadtmarketing-plochingen.de.

Schopfloch Bereits am Sonntag, 20. November, findet der erste Adventsmarkt im Kreis in Lenningen-Schopfloch statt. Dazu öffnen mehrere Scheune im Ortskern ihre Tore. Im Haberhaus werden verschiedene Verkaufsstände und Gastronomie aufgebaut sein, die Flecht-Kunst-Scheune beteiligt sich und in und vor der Schopflocher Brennerei werden alkoholische Getränke verkauft. Neben den Ständen ist jedoch auch musikalische Unterhaltung geboten: um 15 Uhr trägt das Akkordeonorchester Adventslieder vor, ab 1 Uhr singt der Männerchor. Am Samstag spielt im Haberhaus ab 19 Uhr ebenfalls Live-Musik, die Schnapsbrennerei hat sogar den ganzen Tag über geöffnet.

Kirchheim In Kirchheim gibt es in diesem Jahr sogar drei Märkte, die vom 8. bis zum 18 Dezember Besucher anlocken. Auf dem Martinskirchplatz gibt es einen Familienmarkt, der unter der Woche von 15 Uhr bis 20 Uhr geöffnet hat, am Wochenende sogar von 11 bis 20 Uhr. In einem Erzähl- und Bastelzelt sollen Kinder und Eltern unterhalten werden, zudem gibt es Musik- und Geschichtenvorträge. Am Marstallgarten am Kirchheimer Schloss wird zu fast gleichen Zeiten das Genussdorf hungrige Besucher verköstigen. Lediglich am Wochenende startet der Markt eine halbe Stunde später. Regionale Anbieter verkaufen warme Getränke und Delikatessen, eine Künstlerhütte soll die Zeit kurzweilig halten. Am Rossmarkt schließlich finden Feierlustige genau den Markt ihrer Träume, wie ein Sprecher der Stadt angibt. An Wochentagen von 16 bis 22 Uhr und am Wochenende sogar ab 11 bis 22 Uhr gibt es Heißgetränke, Dekorationen, eine Kessler-Sekt-Gondel und eine kleine Feuerstelle, die zum Verweilen und zu gemütlichen Gesprächen einlädt. Auch das Verwaltungsgebäude der Stadt verbreitet in der Adventszeit Weihnachtsstimmung. Im Rahmen des Adventskalenders wird Frau Holle täglich um 17 Uhr ein Türchen öffnen und ein Märchen vorlesen. Am 24. Dezember wird das letzte Türchen bereits um 11 Uhr geöffnet.

Nürtingen Auch in Nürtingen weihnachtet es. Rund um die Stadtkirche ist in Nürtingen von 2. bis 11. Dezember der zweitgrößte Weihnachtsmarkt im Kreis aufgebaut. Nach zweijähriger Pause lässt es sich täglich von 11 bis 20 Uhr bummeln, freitags und samstags sogar eine Stunde länger. Eine große Besonderheit bietet ein Rundblick vom Kirchturm, der in Begleitung der Turmwächter möglich ist. Außerdem gibt es winterliche Stadtführungen an vier Terminen.

Zur Eröffnung wird die Stadtkapelle musikalische Untermalung bieten. Auch für Kinder gibt es zahlreiche Angebote, etwa Stockbrotbraten, ein Karussell und ein Besuch des Nikolauses. Weil am Hölderlinhaus noch gebaut wird, findet der Nürtinger Markt in diesem Jahr erstmals auch im Hof der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) statt. Insgesamt werden Marktbeschicker an 32 Buden ihre Leckereien, Dekorationen und Handwerksprodukte wie Strickwaren, Taschen oder Ledererzeugnisse anbieten. Auch die Schulen im Ort, Vereine und die Auszubildenden der Stadt sind mit Ständen vertreten.

Berkheim Ab dem 26. November haben die Buden auf dem Hartplatz bei der Osterfeldhalle in Berkheim täglich ab 11 Uhr geöffnet. Die eigens für den Markt gegründete Interessensgesellschaft veranstaltet den Markt bereits zum elften Mal und hat das Weihnachtsdorf aus den Berkheimer Straßen an die Osterfeldhalle verlegt. Hier soll ordentlich Weihnachtsstimmung aufkommen, sodass sich die Besucher auf die bevorstehende Adventszeit einstimmen können. An rund 25 Ständen werden Speisen, Getränke und Anderes verkauft, ein Rahmenprogramm auf der Bühne mit Gesangs- und Tanzbeiträgen soll für Unterhaltung sorgen, wie Alexander Mauz von der IG Weihnachtsmarkt sagt.

Neuhausen Zwischen dem alten Schloss und dem „Filder-Dom“ Sankt Petrus und Paulus wird vom 2. bis 4. Dezember auch in Neuhausen der vorweihnachtliche Geist verbreitet. Die örtlichen Vereine veranstalten den Markt aus ihrer Arbeitsgemeinschaft heraus. Zum Auftakt singt der Schulchor der Mozartschule, um 17 Uhr geht es auf dem Kirchplatz los.

Geschichte der Weihnachtsmärkte

Herkunft
Die Tradition, im Winter besondere Märkte abzuhalten, stammt aus dem deutschsprachigen Raum des späten Mittelalters. Ursprünglich dauerten die Märkte häufig nur einen Tag. An diesem Tag konnten die Menschen sich mit winterlichem Bedarf wie Kleidung und haltbarer Nahrung versorgen. Der älteste Weihnachtsmarkt wird bereits seit dem 13. Jahrhundert in Wien abgehalten, heute zieht der Christkindlmarkt jährlich etwa drei Millionen Besucher auf den Rathausplatz.

Typische Buden
Üblicherweise finden sich auf Weihnachtsmärkten Stände, die heiße Getränke wie Punsch und Glühwein verkaufen, darüber hinaus werden häufig Speisen verkauft, häufig sind darunter regionale Spezialitäten oder weihnachtliche Backwaren.