Eine Weissacher Familie verwandelt ihr Haus jedes Jahr in ein strahlendes Weihnachtsspektakel. Schon im Herbst fragen die Leute, wann es endlich wieder soweit ist.
Es ist ein wahres Lichtermeer: Wer abends vor 22 Uhr durch Flacht fährt, kann das hell erleuchtete Weihnachtshaus schräg gegenüber vom Einkaufszentrum nicht übersehen. Und auch morgens bis Sonnenaufgang haben Pendler, Frühaufsteher und Schulkinder ihre Freude daran. Denn wenn Familie Gensmantel Haus und Garten mit unzähligen Lichtern und vielen Figuren schmückt, dann ist wieder Weihnachtszeit.
Ein großer Schneemann, der von innen dezent blinkt, ein Zug, in dem der Nikolaus respektive Weihnachtsmann zur Bescherung fährt, leuchtende, rotweiße Zuckerstangen und etliche Gebilde, Sterne, Rehe, Tannenbäume, die nur aus Lichtern gebildet werden. Mit solchen Lichtgestalten fing es bei Boris und Melanie Gensmantel an. Als sie vor 12 Jahren ihr neues Haus in Flacht bezogen, bekamen sie fünf davon geschenkt. „Und dann kam immer eins zum anderen“, erzählen sie lachend.
Der Aufbau dauert mehrere Tage
Zwar hatten die Weihnachtsfans – „wir schauen liebend gern Weihnachtsfilme“ – schon ihre vorherige Wohnung weihnachtlich dekoriert, aber mit dem neuen Haus nahm die Lichterpracht richtig Fahrt auf. „Als wir den Zaun um unser Grundstück fertig hatten, sollte der auch dekoriert werden. Und dann haben wir die hintere Terrasse beleuchtet“, schildert Boris Gensmantel, wie der Lichterglanz immer mehr in das Grundstück hineinwuchs. Dabei versucht die Familie, den Weihnachtsgarten jedes Jahr etwas anders zu gestalten, die Standorte der großen aufblasbaren Figuren wechseln und es wird auch immer nur ein Teil aus dem reichlichen Fundus gezeigt.
„Schon im Herbst fragen die Leute, wann fangt ihr wieder an“, so der 43-Jährige. Mehrere Tage dauert der Aufbau, bis alle LED-Lämpchen in warmweißem Licht erstrahlen – rechtzeitig zur Adventszeit. „Wir wollen hier nichts Knallbuntes, sondern ein stimmungsvolles Licht“, beschreibt Melanie Gensmantel das Farbkonzept. Nichts soll überladen wirken. „Der Aufbau ist ein Familienprojekt“, sagt Melanie Gensmantel. „Das machen hauptsächlich meine Männer“, sagt sie mit Blick auf den Ehemann und den siebenjährigen Sohn.
Die Weihnachtsdeko kostet die Familie höchstens fünf Euro am Tag
Für den Anschluss der vielen Lichterketten hat Boris Gensmantel, von Beruf Elektrotechniker, schon beim Hausbau mit mehreren Stromkreisen vorgesorgt und extra Leitungen in den Garten gelegt. „Wir hatten Weihnachten schon von Anfang an mitgeplant.“ Denn Weihnachtshaus und -garten brauchen Strom, um so hell zu glänzen. „Maximal fünf Euro pro Tag fallen dafür extra an“, hat Boris Gensmantel berechnet. „Das ist es uns wert.“
Zwar ist die Weihnachtsdekoration rund um das Haus und im Garten schon von außen her gut einsehbar. Doch Familien mit neugierigen Kindern dürfen auch mal aufs Grundstück, „wenn sie uns vorher fragen“, sagt Boris Gensmantel. Noch bis Dreikönig wird das Weihnachtshaus in Flacht erstrahlen.