Zweimal löst ein Brandmelder bei Bosch in Leonberg aus – wohl wegen eines technischen Defekts. Die Mitarbeiter müssen das Gebäude trotzdem allesamt verlassen, die Feuerwehr rückt an.
Einen ruhigen Arbeitstag hatten die Mitarbeiter von Bosch am Dienstag wohl nicht: Wegen eines technischen Defekts an der Brandmeldeanlage musste das Gebäude an Post- und Römerstraße im Laufe des Tages zweimal evakuiert werden. In beiden Fällen wurde außerdem automatisch die Feuerwehr alarmiert, die auch anrückte. Das bestätigt der Leonberger Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann.
„Es gibt ein Problem mit der Brandmeldeanlage“, so Zimmermann am Dienstagnachmittag. In beiden Fällen wären über 600 Bosch-Mitarbeitende betroffen gewesen, sie alle mussten das Gebäude verlassen. Die Polizei habe einen Teil der Straße direkt am Gebäude gesperrt. Dass keine Gefahr von einem potenziellen Brand ausgeht, konnten die Feuerwehrleute laut Zimmermann aber vor Ort recht schnell feststellen. „Jeder Brandmelder hat eine Nummer“, erklärt er. So könne man den Raum, in dem der Alarm ausgelöst wurde, direkt finden – und dort war von einem Feuer keine Spur.
Betroffen waren laut Feuerwehrkommandant zwei verschiedene Melder in unterschiedlichen Räumen. Verantwortlich für die Brandmeldeanlage sei die Firma Bosch selbst. Um eine erneute Alarmierung zu verhindern, könne man die Anlage so einrichten, dass zwei Melder synchron auslösen müssen, damit die Feuerwehr alarmiert wird. Die Firma Bosch stelle derweil eine Brandwache, heißt es von der Feuerwehr.
Das Bosch-Gebäude in Leonberg ist relativ neu und wurde erst Ende 2024 fertiggestellt. Eigentlich wollte die Firma rund um den Neubau weitere Gebäude entwickeln, einen ganzen Campus unter anderem mit Mensa- und Kongressgebäude in die Höhe ziehen. Noch vor Einzug der Mitarbeitenden im neuen Büroturm wurde das Projekt jedoch auf Eis gelegt – unter anderem wegen Homeoffice hatte man den Platz nicht mehr benötigt.