Der SV Ludwigsburg trainiert für das Turnier in Montpellier. Foto: Schwimmverein Ludwigsburg

Am Freitag spielt der Wasserball-Bundesligist SV Ludwigsburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein internationales Turnier: den LEN Euro-Cup. Wegen der Coronavirus-Pandemie war der Weg dahin nicht einfach.

Ludwigsburg - Seit dem Frühjahr haben die Wasserballer des SV Ludwigsburg kein Bundesliga-Spiel mehr bestritten. Die Liga hatte ihren Spielbetrieb Coronabedingt ausgesetzt. Im August und September spielte die Mannschaft von Team-Manager Adrian Jakovcev zwar in einer Meisterrunde gegen andere Vereine aus Deutschland. „Die Spielpraxis fehlt uns derzeit aber schon“, sagt SV-Sprecher Matthias Nagel.

Am Freitag wollen die Ludwigsburger nun erneut an einem Wettbewerb teilnehmen – allerdings international. Spielen werden sie im LEN Euro-Cup, einem Turnier in der Stadt Aix-en-Provence im Süden Frankreichs. Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte des SV Ludwigsburg, dass der Wasserball-Bundesligist auf internationaler Bühne unterwegs ist.

Chancen auf das Achtelfinale

Chancen räume sich das Team dennoch ein, sagt Nagel. „Die Fitness passt. Seit Mai haben wir mehr oder weniger normal trainiert.“ Gegen das Team der Stadt Montpellier bestritten die Ludwigsburger bereits ein Trainingsspiel. Das Ergebnis: „Wir machen noch zu viele individuelle Fehler“, so Team-Manager Jakovcev.

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Leichter wird es für die Wasserballer nicht. Einstellen müssen sie sich auf Gegner aus Griechenland, Schweiz und Frankreich. „Gegen die Griechen gehen wir als Außenseiterteam ins Rennen“, gibt Nagel zu, „die Schweiz ist zu schlagen, und gegen die Franzosen sieht es ausgeglichen aus.“ Wenn die SVL-Wasserballer zwei der drei Spiele gewinnen, sind sie im Achtelfinale, das im Frühjahr 2021 stattfinden soll. Dann steht auch die Wiederaufnahme der Bundesliga im Raum.

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