Eine „stabile und aggressive“ Abwehr soll den SSVE zum Erfolg führen. Foto: / Rudel/Holger Strehlow

Die Wasserballerinnen und die Wasserballer des SSV Esslingen treffen beide in der Bundesliga am Samstag im Sportbad Neckarpark auf den SV Bayer Uerdingen.

Ob die Wasserballerinnen und die Wasserballer des SV Bayer Uerdingen an diesem Samstag gemeinsam aus dem Westen der Republik nach Stuttgart reisen? Es bietet sich jedenfalls an. Denn um 16 Uhr treten die Männer zum Spiel der B-Gruppe im Sportbad beim SSV Esslingen an, zwei Stunden später wird die Frauenbundesliga-Begegnung zwischen Esslingen und Uerdingen angepfiffen. Die SSVE-Frauen steigen am Sonntag (16 Uhr) im DSV-Pokal gegen den SC Chemnitz noch mal ins Wasser.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Der Gegner ist gleich, die Voraussetzungen sind höchst unterschiedlich. Die Esslinger Männer müssen zeigen, ob sie den mehr als peinlichen Auftritt vor Wochenfrist bei ihrer 16:17-Niederlage nach Verlängerung gegen den SC München, bei der sie eine 8:1-Führung verspielt hatten, verarbeitet haben.

„Die Niederlage ist immer noch nicht ganz verdaut, aber wir haben es etwas geschafft, sie aufzuarbeiten. Die letzten beiden Viertel waren einfach schlecht von uns, und diese haben wir versucht gemeinsam zu analysieren“, sagt SSVE-Coach Miklos Barothy und ergänzt: „Wir hatten nach der Pause gegen München einfach Konzentrationsprobleme, die wir in den Griff bekommen müssen. Denn in den ersten beiden Durchgängen hat man gesehen, was wir imstande sind zu leisten, wenn wir es schaffen, die Konzentration hochzuhalten.“

Krafttraining statt Wassereinheit

Derweil hadert Barothy auch mit den Trainingseinheiten – und das hat weniger mit dem Engagement seiner Spielern zu tun: „Da Ludwigsburg keine Mannschaft mehr hat und wir da immer mittrainiert haben, können wir nur noch dreimal pro Woche ins Wasser. Wir haben versucht, das mit einer Krafteinheit in Esslingen zu überbrücken.“ Und welchen Matchplan, um den Fünftplatzierten Uerdingen zu bezwingen, hat sich der SSVE-Coach zurechtgelegt? „Wir haben uns vorgenommen, stabil und aggressiv zu verteidigen sowie die Tore durch agile Offensivaktionen zu erzielen“, erklärt Barothy.

Revanche soll gelingen

Die Frauen treten dagegen, nach zweimonatiger Pause, wieder zu einem Pflichtspiel an. „Das ist schon eine sehr lange Zeit, wir haben ja erst zwei Bundesligapartien absolviert“, erklärt Teammanagerin Iris Schneider. Eine war zum Saisonstart Ende Oktober in Uerdingen. Die Esslingerinnen, Zweite der Vorsaison, unterlagen da überraschend mit 11:12. „Diesmal sollten wir gewinnen“, sagt Schneider. Zum einen, wollen es die SSVE-Spielerinnen besser machen als damals. Zum anderen ist das Uerdinger Team nach dem Abgang von vier Spielerinnen zum SV Blau-Weiß Bochum deutlich geschwächt.

Ein Weiterkommen erwartet Schneider auch im Pokal. In der Erstrundenbegegnung, die gleichzeitig schon das Viertelfinale ist, treffen die Esslingerinnen auf die Chemnitzerinnen, die mit keinem Team in einer Frauenliga antreten, aber eine starke A-Jugend haben. „Alles andere als ein Sieg wäre bedenklich“, sagt Schneider dazu. Die Konstellation, dass die Wasserballerinnen sowie die Wasserballer auf Uerdingen im Neckarbad treffen, ist laut Schneider für beide Teams des SSVE „etwas Besonderes“.