Die Zweitliga-Wasserballer des SSV Esslingen zeigen im ersten Spiel unter Neu-Coach Michel Denneler gegen den Zweiten Uerdinger SV beim 15:13-Sieg eine konzentrierte Leistung.
Es wurde gejubelt und gefeiert – leider aber nur ein Mal. Die Zweitliga-Wasserballer des SSV Esslingen gewannen das Heimspiel gegen den Zweiten Uerdinger SV mit 15:13 (3:2, 5:4, 1:4, 6:3). Und Michel Denneler freute sich über seinen perfekten Einstand als neuer Trainer: „Es macht einfach Spaß, die Jungs zu coachen. Von Beginn an bis zum Schluss war es, bis auf ein paar Ausbrüche, eine disziplinierte Leistung von uns.“ Denneler übernahm über den Jahreswechsel den Posten zusammen mit Co-Trainer Marius Schmitt von Miklos Barothy.
Ein Sieg und eine Niederlage
Einen Tag später verloren die Esslinger aber gegen den Ersten Düsseldorfer SC mit 10:15 (2:1, 1:4, 3:4, 4:6). „Am Samstag war es sehr positiv, denn da haben wir viele Dinge gut umgesetzt. Gegen den Spitzenreiter war es dann einfach noch schwieriger, auch mit dem Spiel zuvor in den Knochen“, fasste Denneler die beiden Partien zusammen und ergänzte: „Es war ein lehrreiches Wochenende, auf dem wir aufbauen können.“
Einen Vorgeschmack, wohin der Weg des SSVE in diesem Jahr noch hinführen könnte, lieferte dafür die Partie gegen die Uerdinger. In einer bis zum Schluss spannenden Partie zeigten die Esslinger eine konzentrierte Leistung, nahmen den Kampf an – und entschieden die Begegnung im letzten Durchgang für sich.
Konditionstraining trägt Früchte
Nach einem 11:11-Unentschieden vier Minuten vor Schluss drehte der SSVE noch einmal auf. Aber auch Esslingens Keeper Adrian Hausmann war maßgeblich am Erfolg beteiligt, der die letzte Chance der Uerdingen parierte, ehe im Gegenzug Ivo Dzaja den umjubelten 15:13-Siegtreffer erzielte.
„Was wir trainiert haben, hat größtenteils funktioniert und wir sind mit der nötigen Geduld rangegangen“, sagte der Coach, der auch thematisierte, dass sein Team nach dem zwischenzeitlichen 9:10-Rückstand im dritten Viertel nicht nachließ: „Das haben wir dem Konditionstraining zu verdanken, denn so haben wir die Intensität hochhalten können. Wasserball und Schwimmen gehören eben zusammen.“ Hervor hob Trainer Denneler vor allem Keeper Hausmann, der ein „sicherer Rückhalt“ war, sowie den „überragenden“ Petikis, der mit seinen fünf Treffern den Weg zum Sieg ebnete.
Die Luft ging den Esslingern zwar auch einen Tag später in der Partie gegen den Erstplatzierten aus Düsseldorf im Sportbad Neckarpark nicht aus, aber am Ende stand dann doch die erste Niederlage im neuen Jahr zu Buche. Nachdem die SSVE-Wasserballer im ersten Viertel noch gut mit dem Favoriten mithielten und durch die Treffer von Kristof Keresztes sowie Emmanouil Petikis mit 2:1 führten, gelang es ihnen in den restlichen Durchgängen nicht mehr, die Düsseldorfer so richtig in Bedrängnis zu bringen. Zur Pause leuchtete zwar noch ein knapper 3:5-Rückstand auf der Anzeigetafel – aber die SC-Wasserballer waren auch im dritten Spielabschnitt das bessere Team.
„Coolness in der Abwehr hat gefehlt“
„Wir haben es leider nicht geschafft, daran anzuknüpfen, wo wir gegen die Uerdinger aufgehört haben. Für die Jungs war es mit lediglich drei Wochen Training dann doch ein zu umfangreiches Wochenende, das hat man am Ende gemerkt“, resümierte Denneler. Im letzten Viertel zogen die Düsseldorfer schlussendlich auf 15:10 davon. „Wir haben uns auch zu sehr von den Pfiffen der Unparteiischen aus dem Konzept bringen lassen. Die Balance sowie Coolness in der Verteidigung hat uns gefehlt“, sagte Denneler. Applaus hallte dann noch durch das Neckarbad, als SSVE-Torhüter Dennis Wildner das Wasser verließ – denn es war vorerst sein letztes Spiel für die Esslinger. Den Esslinger Keeper wird es berufsbedingt ab kommender Woche nach Hongkong ziehen. Wildner betonte aber, „dass ich die Jungs auf jeden Fall per Livestream verfolgen werde und ich ihnen noch viel zutraue in der restlichen Saison“.
Nach einer einwöchigen Spielpause startet für die Esslinger Wasserballer dann am Samstag, 7. Februar, der Rückrundenauftakt gegen den SC Neustadt/Weinstraße. Die Leistung des SSVE – vor allem gegen die Uerdinger – machte jedenfalls Lust auf mehr.
SSV Esslingen gegen Uerdinger SV: Wildner, Hausmann; Szöke (3), Friedrich, Finkes (1), Dzaja (4), Petikis (5), Robin Rehm (1), Simon Rehm, Keresztes (1), Papadopoulos, Nemeth, Mokos, Simic.
SSV Esslingen gegen Düsseldorfer SC: Wildner, Hausmann; Szöke, Friedrich, Finkes (3), Dzaja (3), Petikis (2), Robin Rehm, Simon Rehm, Keresztes (2), Papadopoulos, Nemeth, Mokos, Ada.