Zahnbürste und Zahnpasta Foto: Pixabay

Zahnschmerzen gehören zu den unangenehmsten Krankheitserscheinungen des menschlichen Körpers. Was hilft schnell und effektiv dagegen?

Sie gehören zu den unangenehmsten Krankheitserscheinungen des menschlichen Körpers: Zahnschmerzen. Wenn sie auftreten, ist das oft so schlimm, dass ein normaler und geregelter Alltag kaum mehr möglich ist. Essen, Trinken und Schlafen fallen schwer. Was hilft schnell und effektiv gegen Zahnschmerzen?

Schmerzen an den Zähnen und im Mundraum können unterschiedliche Ursachen haben. Bei einer Karies handelt es sich um Beschädigungen der harten Außenschale der Zähne. Die Nerven im Inneren sind von einem festen Zahnschmelz umschlossen, der die empfindlichen Teile vor äußeren Einflüssen schützt. Ist der Zahnschmelz durch Löcher angegriffen, gelangen Bakterien ins Innere des Zahnes. Entzündungen sind dann häufig die Folge. Diese spüren wir als stechenden Schmerz. Manchmal können daraus tiefergehende Vereiterungen und sogar chronische Krankheiten entstehen. Blutungen weisen dagegen eher auf eine Parodontitis hin. Dabei ist das Zahnfleisch gerötet und endzündet. Auch überempfindliche Zähne zählen zu den häufigen und besonders unangenehmen Symptomen. 

In bestimmten Fällen sollte man so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufsuchen. Besonders stechende Schmerzen etwa sind in der Regel ein Anzeichen dafür, dass eine Entzündung vorliegt. Doch nicht mit jeder Art von Zahnschmerzen muss man gleich zum Arzt. Gegen empfindliche Zähne helfen spezielle medizinische Zahncremes. Sie sorgen dafür, dass sich der Zahnschmelz rund um die Wurzeln verstärkt. Das ist oft notwendig, etwa nach einer professionellen Zahnreinigung. Dabei wird eine dünne Schicht des Zahnschmelzes abgetragen, wodurch die Nerven im Inneren nun empfindlicher sind. Auch im Alter kann es sein, dass die Zähne stärker auf Kälte und Wärme reagieren. Häufig treten Schmerzen auch in Zusammenhang mit besonders scharfen, bitteren oder sauren Speisen auf. In solchen Fällen können ebenfalls Cremes helfen, die speziell den Aufbau des Zahnschmelzes unterstützen.

Bei Parodontitis kommt es darauf an, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. In einem frühen Stadium, bei dem nur geringe Teile des Mundes betroffen sind, helfen auch manche rezeptfreie Medikamente und Hausmittel: Cremes mit Aloe Vera wirken entzündungshemmend auf das Zahnfleisch ein und sorgen dafür, dass die Schwellung zurückgeht. Auch Grüner Tee hilft durch seine antibakterielle Wirkung. Ein gutes Hausmittel ist zudem eine starke Salzlösung. Dabei wird einfach ein Esslöffel Speisesalz in warmem Wasser gelöst, anschließend spült man damit für einige Minuten im Mund hin und her. Dies sorgt dafür, dass die blutenden Stellen desinfiziert werden. Bleiben die Blutungen, ist der Gang zum Zahnarzt allerdings unvermeidbar.

Das gilt auch bei Karies, der häufigsten Erkrankung des Menschen. Zucker und zuckerhaltige Speisen werden in aller Regel als Hauptschuldige ausgemacht, doch auch Getränke mit einem hohen Säuregehalt sind mitverantwortlich. Eine Karies kann man häufig leicht selbst diagnostizieren. Neben den Schmerzen, die sich an bestimmten Zähnen ausmachen lassen, erkennt man kleine schwarze Punkte, die auch nach dem Putzen der Zähne nicht verschwinden. Selbst wenn die Schmerzen wieder abklingen und vielleicht sogar ganz verschwinden, bleibt das Loch im Zahn. Dann hilft nur eine grundlegende Behandlung beim Profi.

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