Vor dem Abtransport: die griechische Polizei sperrt die Straße aus dem Lager Moria mit Bussen ab. Foto: dpa/Petros Giannakouris

Nach dem Brand des Lagers Moria leben tausende Flüchtlinge seit Tagen unter freiem Himmel. Jetzt sollen sie auf Lesbos neu untergebracht werden. Angst und Wut machen sich breit.

Lesbos - Bevor Asef Taheri das Gedicht vorliest, schließt er kurz die Augen. „Ich habe in dieser Nacht mit dem Mond gesprochen“, liest er vom Handy ab. Die Mittagshitze macht die Zunge langsam. „Er gab keine Antwort“, sagt er leise auf Farsi. Über 2500 Gedichte hat Taheri bis jetzt geschrieben. „Es ist mein Fenster in die Welt, jenseits des Horrors.“

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