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Ein eigenes Auto zu besitzen - davon träumen die meisten Menschen spätestens dann, wenn sie die Führerscheinprüfung erfolgreich bestanden haben. Dennoch erfüllt sich dieser Traum längst nicht für alle, denn ein Auto kostet Geld. Einen alten Gebrauchtwagen gibt es zwar schon für einen niedrigen vierstelligen Betrag, doch die Unterhaltskosten für den fahrbaren Untersatz können sich monatlich auf einige hundert Euro summieren.

Während merkliche Ausgaben für Sprit nur entstehen, wenn das Auto viel bewegt wird, kommt man um die Prämie für eine KFZ-Haftpflichtversicherung nicht herum, denn die ist Pflicht in Deutschland. Ohne sie ist eine Zulassung des Autos nicht möglich. Der Preis ist von verschiedenen Parametern abhängig, etwa vom Wohnort, von der Typklasse des Fahrzeugs, den gefahrenen Jahreskilometern und der persönlichen Schadenfreiheitsklasse (SF).

Ohne Unfälle günstiger versichert

Wer viele Jahre ohne Unfallschaden unterwegs war, profitiert von einer hohen Schadenfreiheitsklasse - und je höher die ist, desto weniger kostet die KFZ-Haftpflichtversicherung. Die Autoversicherung der Gothaer geht sogar noch einen Schritt weiter: Ab SF 36 steigt die Prämie bei einem Schaden nicht mehr. Unfallfreies Fahren kann sich also lohnen.

Doch Achtung: Die KFZ-Haftpflichtversicherung bezahlt nur Personen- und Sachschäden des Unfallgegners. Wer einen Unfall verschuldet und möchte, dass die Versicherung auch für Schäden am eigenen Wagen aufkommt, der muss eine Vollkaskoversicherung abschließen. Die ist natürlich teurer als eine reine Haftpflichtversicherung für das Auto.

Die durchschnittliche Prämie für eine Vollkaskoversicherung in Deutschland betrug 2017 rund 325 Euro pro Jahr und war damit so hoch wie noch nie seit der Jahrtausendwende. Zum Vergleich: 2010 waren es 260 Euro. Doch gerade bei neuen Autos kann sich eine Vollkasko lohnen, denn Versicherungen wie die Gothaer zahlen bei einem Schaden des Neuwert bis zu zwölf Monate nach Erstzulassung.

Vollkasko oder Teilkasko?

Bei einer Vollkaskoversicherung sind nicht nur selbstverschuldete Unfälle abgedeckt, sondern auch Schäden durch Vandalismus oder Lawinen bzw. Erdrutsche. Wer das nicht braucht und keinen Neuwagen besitzt, kommt mit einer Teilkaskoversicherung günstiger, deren Jahresprämie sich in den letzten zehn Jahren zwischen 80 und 90 Euro bewegte.

Wie viel eine Teil- oder Vollkaskoversicherung kostet, hängt letztendlich von verschiedenen Faktoren ab - auch von der Selbstbeteiligung. Wenn im Schadensfall beispielsweise 150, 300 oder 500 Euro vom Versicherungsnehmer übernommen werden, ist die Police günstiger als wenn die Versicherung die komplette Summe ohne Abzug der Selbstbeteiligung begleicht.

Bei den meisten Versicherungen ändert sich die Prämienhöhe jedes Jahr, etwa durch die Neueinstufung der Automodelle in neue Typklassen. Daher lohnt es sich, im Herbst die neuen Tarife zu studieren und die Versicherung gegebenenfalls zum 30.11. zu kündigen (das ist der Stichtag, wenn der Vertrag zum 31.12. endet). Oftmals lassen sich so einige hundert Euro pro Jahr sparen. Versicherungsvergleiche im Internet helfen dabei, eine günstige Alternative zu finden.

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