Am stärksten ist die Wahlaufstellung der CDU bei der Abgrenzung zur AfD. Doch ein Plan für Reformen fehlt, meint unsere Autorin Bärbel Krauß.
Eines wird man Manuel Hagel, dem derzeit aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Winfried Kretschmann als Ministerpräsident, am Ende des Wahlkampfs nicht vorwerfen können: Dass er es an Optimismus hat fehlen lassen. Denn davon strotzten nicht nur seine Reden auf dem Parteitag, davon ist das 93-seitige Wahlprogramm geradezu durchtränkt. Wunderbare Bilder von Baden-Württemberg werden da entworfen, das 2036 Innovationsregion Nummer eins in Europa, bei der Bildung spitze und sicherer sein soll als jedes andere Land. Das Problem ist nur, dass 2036 nicht morgen ist, und auch nicht in der nächsten Wahlperiode erreicht wird, für die sich Hagel um die Verantwortung als Regierungschef bewirbt.
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