Robin Schmitt hat sich bei der Bürgermeisterwahl in Unterensingen am Sonntag klar gegen seinen Herausforderer Kevin Wagner durchgesetzt.
Zwei Kandidaten haben sich um das Amt des Bürgermeisters von Unterensingen beworben, beide mit Verwaltungserfahrung. Ein knappes Rennen war es jedoch nicht: Laut dem vorläufigen Wahlergebnis hat der 42 Jahre alte Robin Schmitt klar gewonnen. Er wird den Ende Februar aus dem Amt scheidenden Bürgermeister Sieghart Friz ablösen.
Demnach hat Schmitt rund 66,7 Prozent der Stimmen erhalten und liegt damit deutlich vor dem 29-jährigen Kevin Wagner, der nur rund 32,5 Prozent der Wählerstimmen einsammelte. Wahlberechtigt waren 3854 Menschen, die Wahlbeteiligung lag bei rund 59,6 Prozent.
Robin Schmitt lebt mit seiner Familie in Neuhausen und arbeitet bei einer Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort ist der zweifache Vater eigenen Angaben zufolge als Berater der Kommunalverwaltung für Digitalisierung und Modernisierung zuständig.
Schmitt setzt auf Vereine, Digitalisierung und Belebung der Ortsmitte
Zuvor war Schmitt unter anderem als persönlicher Referent des Bürgermeisters von Neuhausen sowie als Berater der Bundesverwaltung tätig. Schmitt ist zwar Mitglied der CDU, präsentierte sich für die Wahl des Unterensinger Verwaltungschefs aber als unabhängiger Kandidat. Als Bürgermeister des knapp 5000 Einwohner zählenden Ortes will er unter anderem die Vereine fördern, den Ortskern beleben und die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben.
Der bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag unterlegene Kevin Wagner ist parteilos und wohnt in Unterensingen. Beruflich ist er als Sachbearbeiter in der wirtschaftlichen Jugendhilfe des Landratsamtes tätig. Zuvor war er zwei Jahre lang Kämmerer der Gemeinde Ötisheim im Enzkreis. Sein Vater ist kein Unbekannter in Unterensingen: Klaus Wagner ist Gemeinderat der Unabhängigen Bürgergemeinschaft (UBG) und stellvertretender Bürgermeister. Er hatte angekündigt, seine Ämter niederzulegen, falls sein Sohn zum Verwaltungschef gewählt würde. Kevin Wagner wollte als Bürgermeister unter anderem die medizinische Versorgung und die Einkaufsmöglichkeiten im Ort verbessern und die Kinderbetreuung verlässlich aufstellen.
Bereits vor etwa einem Jahr hatte Sieghart Friz, amtierender Bürgermeister von Unterensingen, angekündigt, bei dieser Wahl nicht mehr zu kandidieren. Friz steht schon vier Amtsperioden und damit 32 Jahre lang an der Spitze der Verwaltung und will nun Platz machen für einen Nachfolger. Ende Februar 2026 wird seine vierte Amtszeit enden und Friz wird sich in den Ruhestand verabschieden. Seine neu gewonnene Freizeit will er dann verstärkt mit der Familie verbringen und für die schönen Dinge des Lebens nutzen.