Jan-Benedikt Thoma will sich auf die Bürgermeisterstelle in Hildrizhausen bewerben. Foto: Benjamin Knoblauch

Jan-Benedikt Thoma will Bürgermeister von Hildrizhausen werden. Der 32-Jährige plant eine Umfrage, um die Anliegen der Bürger zu sammeln. Offiziell ist die Kandidatur noch nicht.

Zwar hat die offizielle Bewerbungsfrist für Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Hildrizhausen noch nicht begonnen, aber es gibt bereits einen ersten Hausemer, der Verwaltungschef werden will. Der 32-jährige Jan-Benedikt Thoma hat sich bereits per Brief bei den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

In Hildrizhausen wird am Sonntag, 17. Mai, ein neuer Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin gewählt. Amtsinhaber Matthias Schöck (parteilos) tritt nach fast 24 Jahren nicht mehr an. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr den Rahmen der Bewerbungsphase abgesteckt. Die beginnt offiziell am Freitag, 30. Januar, wenn die Stellenausschreibung im Gemeindeblatt und den Tageszeitungen erschienen ist. Die Bewerbungsfrist geht bis Montag, 20. April, um 18 Uhr.

Umfrage soll Schwerpunkte setzen

Jan-Benedikt Thoma ist in Herrenberg geboren, wuchs aber in Hildrizhausen auf. Seit 2017 arbeitet er in Bergisch Gladbach in der Stadtverwaltung, wo der Verwaltungsfachmann nach eigenen Angaben inzwischen Sachgebietsleiter des Fuhrparks und des Technikbereichs sowie stellvertretender Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs ist. Er habe in diesen Funktionen mehr als 100 Mitarbeitende unter sich und verwalte Millionenbudgets.

„Mir ist wichtig, zuzuhören und zu verstehen, was die Menschen in Hildrizhausen bewegt“, so Thoma. Darum wolle er als Mittelpunkt seiner Kandidatur in einer Umfrage Themen sammeln, die die Leute beschäftigen. „Gute Kommunalpolitik entsteht im Dialog. Diese Umfrage ist eine Einladung an alle, sich aktiv einzubringen.“ Sie soll per Post an alle Haushalte gehen.

Noch kein offizieller Kandidat

Thomas Schwerpunkt sind unter anderem eine „nachhaltige Orts- und Gemeindeentwicklung, solide Finanzen, eine Stärkung des Ehrenamts, eine lebendige Ortsmitte sowie ein respektvolles Miteinander aller Generationen“. In den kommenden Wochen plane er viele persönliche Gespräche vor Ort. Auch auf seiner Webseite und seinem Instagram-Kanal will der junge Politiker sich und seine Inhalte präsentieren.

Ein offizieller Bürgermeisterkandidat ist Jan-Benedikt Thoma noch nicht. Dafür, heißt es von Amtsinhaber Schöck, müsste die Bewerbungsfrist schon begonnen haben. „Insofern ist bis jetzt auch noch keine offizielle Bewerbung bei der Gemeinde eingegangen“, sagt er.