(red) - Der Kreisverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) erinnert an die Ermordung von Sadri Berisha in Kemnat vor 25 Jahren. In der Nacht zum 8. Juli 1992 überfielen sieben Neonazis ein Containerheim für Arbeiter aus Jugoslawien. Dabei töteten sie den 55-Jährigen und verletzten seinen Zimmergenossen schwer. Die Täter im Alter zwischen 20 und 30 Jahren hatten sich in einer Wohnung Hitler-Reden und Rechtsrock angehört. Angefeuert von den Hassreden, beschloss die Gruppe, „Polacken“ zu überfallen, bewaffnet mit zwei Baseballschlägern, einer Gaspistole und einem Metallrohr. Auf dem Weg zur Flüchtlingsunterkunft entdeckten sie eine offenstehende Tür am Containerheim. Drei Angreifer drangen ins Zimmer von Berisha ein, einer tötete ihn mit zwei Schlägen auf den Kopf. Der Überfall in Kemnat sei Teil einer Reihe von Morden und Angriffen durch Nazis gewesen, die Anfang der 90er-Jahre ein „besonders heftiges Ausmaß annahm“, sagt Thomas Trüten, Sprecher des VVN-Kreisverbandes. Heute gebe es wieder Angriffe von Nazis auf Asylbewerberheime, Andersdenkende und politische Gegner.

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