Über 200 Beamte waren bei der Razzia am Mittwoch im Einsatz. (Symbolfoto) Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Nachdem zahlreiche Polizisten am Mittwoch bei einer Razzia gegen Kollegen vorgegangen sind, die in privaten Chatgruppen rechtsextremistische Hetze gepostet haben sollen, hat sich das Bundesinnenministerium schockiert gezeigt.

Berlin - Das Bundesinnenministerium hat sich schockiert über den Rechtsextremismusskandal bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen gezeigt. Die Berichte seien „in höchstem Maße alarmierend“, sagte ein Sprecher von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Wenn das stimme, sei es eine „Schande“ für die Polizei in Nordrhein-Westfalen. Es sei auch „ein Schlag ins Gesicht“ aller Polizisten, die in großer Loyalität zur demokratischen Grundordnung stünden. Der Fall belege aber auch, dass die Sicherheitsbehörden allen Hinweisen mit Konsequenz nachgingen. Es werde nicht nur geredet, sondern auch gehandelt.

In Nordrhein-Westfalen waren am Mittwoch mehr als 200 Beamte mit einer Razzia gegen Kollegen vorgegangen, die in privaten Chatgruppen rechtsextremistische Hetze gepostet haben sollen. Insgesamt wurden 34 Polizeidienststellen und Privatwohnungen durchsucht. In den Chatgruppen wurde nach Angaben von Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) „übelste und widerwärtigste Hetze“ betrieben.

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