Abbildung 1: Günstige Angebote sind gerade in der Vorweihnachtszeit sehr verbreitet – mit dem Black Friday geht es so richtig los Foto: @ Justin Lim / Unsplash.com - @ Justin Lim / Unsplash.com

Lange Zeit galten eher die Tage nach Weihnachten als echte Schnäppchentage. Die Geschäfte reduzierten alles, was bislang nicht verkauft worden war, was natürlich auch angesichts der Jahresinventur als sinnvoll betrachtet werden konnte. Zudem rückte der Winterschlussverkauf mit eiligen Schritten näher. Heute ist die wahre Schnäppchenzeit jedoch schon Wochen zuvor. Ab der zweiten Novemberhälfte geht es los mit der Vorbereitung auf alles, was rund um den Black Friday zelebriert wird, hinzu kommen die Adventswochen. Die Weihnachtsgeschäfte laufen vor Weihnachten, nicht erst im Resteverkauf später. Aber wie können Kunden die Rabatte online und offline für sich nutzen? Dieser Artikel gibt einige Tipps.

Rabatte genau in Augenschein nehmen

Das Ziel von Rabatten ist, dass sie zum Kauf verlocken sollen. Und das Problem ist, dass sie eben dies tun. Jeder kennt es in irgendeiner Form. Rasch landet etwas im Einkaufswagen oder virtuellen Einkaufskorb, weil der Preis schlichtweg so verlockend klang. Aber stimmt das? Ist jeder Rabatte eine Ersparnis? Einige Informationen:

- Preissuche – wie gut ein Angebot auch klingt, es sollte immer geprüft werden. Im Lebensmittel- oder Drogeriebereich verbergen sich hinter Rabatten manchmal neue Produktverpackungen mit – jetzt neu – weniger Inhalt zu einem eigentlich höheren Preis. Andere Rabatte bewerben den Normalpreis, wenn nicht gar einen Preis, der vorher erhöht wurde. Dank dem Internet ist die Preissuche heute sehr fix mitten im Laden oder beim Shoppen möglich. Das Produkt braucht nur in den gängigen Suchmaschinen angegeben werden. Natürlich liefert diese schnelle keine absolute Sicherheit, doch kostet ein Produkt im Laden rabattiert 29,99 Euro, im Internet steht es jedoch mehrfach mit demselben Preis als Normalpreis oder gar günstiger, so lohnt sich dieser Rabatt gar nicht.

- Unseriöse Versprechungen – in TV-Magazin meldete erst diese Woche eine neue Verkaufsmasche, auf die etliche Käufer hereinfallen und sich somit, zwar bislang ungeahndet, an Betrug beteiligen. Verbraucher sollten unbedingt von Facebook-Gruppen oder Händlern Abstand nehmen, die als Aktion anbieten, den Kaufpreis im Zuge einer guten Rezension zurückzuerstatten.

- Fake-Angebote – abseits von größeren Shops sollten Verbraucher immer bei unbekannten Händlern aufpassen, gerade dann, wenn diese besondere Angebote bieten. Ein Blick ins Impressum mitsamt einer anschließenden Googlesuche hilft teilweise schon. Oftmals erwarten diese Händler Vorauszahlungen, schicken die Ware jedoch niemals ab.

Rabatt nutzen oder nicht?

Rabatte müssen für den Einzelnen nicht günstig sein. Die Frage ist halt immer, ob ein Produkt überhaupt benötigt wird. Einige Beispiele:

- Kühlschrank – er ist zehn Jahre alt und aufgrund veränderter Lebensumstände eigentlich zu klein. Wer nun ein gutes Angebot findet, der sollte zugreifen.

- Unterhaltungselektronik – der Laptop, das Tablet, auch das Smartphone oder die Spielekonsole sind top in Schuss. Wer nun nach Angeboten greift, der zahlt letzten Endes durchaus drauf, da die Stücke überhaupt nicht benötigt wurden.

- Kleidung – auch hier gilt: Was benötigt wird, kann gekauft werden. Die zehnte Handtasche oder die zwanzigste Jeans hingegen müssen es nicht unbedingt sein.

Sinnvoll ist es, sich auf die Rabattschlacht vorzubereiten. Eine simple Liste kann schon helfen, denn so wird der Blick auf das Wesentliche gerichtet:

- Must-haves – das sind die Stücke, die wirklich benötigt werden. Der Austausch alter Geräte, der Austausch von Stücken, die längst ihren Zenit überschritten haben, aber auch Stücke, die für den Alltag oder den Beruf wichtig sind, zählen dazu.

- Wäre schön – das sind die Waren, die sich positiv auf das Leben auswirken würden, obwohl sie nicht dringend benötigt werden. Ein neues TV-Gerät kann ebenso dazu zählen, wie das neue Topfset.

- Weihnachtsgeschenke – wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, der sollte unbedingt die Schnäppchenwochen nutzen. Aber auch hier gilt: Je Person zwei bis drei Geschenkvarianten aufschreiben und sich gezielt daran halten.

Gefährlich sind immer die Zufallskäufe, weil »man das Stück gerade gesehen hat«. Sie fallen in die Kategorie des städtischen Einkaufsbummels oder des Lebensmitteleinkaufs, wenn der Magen dringend nach einer Füllung schreit. Letztendlich landen viele Produkte im Einkaufswagen, die eigentlich gar nicht benötigt werden.

Bei großem Sparpotenzial zugreifen

Die meisten Menschen können einige wichtige Anschaffungen aufzählen, die in den nächsten Monaten dringend werden. In diesem Fall lohnen sich Schnäppchen gerade bei hochpreisigen Gütern. Die Regel, dass das Produkt schließlich bald gebraucht wird, wird eingehalten, das Rabattpotenzial lässt sich somit mit einem hohen Wert nutzen. Und nun kommen auch ganz andere Möglichkeiten mit hinzu:

- Finanzierung – bei wichtigen Anschaffungen ist eine Finanzierung über Mini- oder Ratenkredite durchaus sinnvoll, gerade, wenn das Geld auf dem Konto nicht für den Kauf reichen würde, aber die Finanzierung in einigen Monaten durch das Ansparen sichergestellt wäre. Warum also nicht zugreifen und teils bis zu 50 Prozent sparen, wenn es gute Finanzierungsangebote gibt? Portale wie smava helfen dabei, schnell und zielgerichtet das passende Darlehen zu finden.

- Bessere Auswahl – während der Rabattschlachten stellen viele Händler ihre Top-Produkte vergünstigt vor. Es ist also gut möglich, dass Kunden jetzt ein doppelt so gutes Gerät zum halben Preis erhalten, während sie sich zum selben Preis in einigen Monaten nur das halb so gute Geräte kaufen könnten.

Ganz allein darf auf den Preis jedoch nicht geschaut werden. Gerade bei größeren Produkten sollten die Versandkosten immer mit berücksichtigt werden. Wer Waschmaschinen oder Kühlschränke austauschen möchte, der ist gut beraten, lieber einen etwas höheren Preis zu akzeptieren, wenn in der Anlieferung der Anschluss am Wunschort und die Mitnahme des Altgerätes enthalten ist. Denn diese Faktoren könnten, je nach Gerät, im Endeffekt neue Kosten und Umstände bedeuten, wenn einzig der Kaufpreis berücksichtigt wird. Viele Verbraucher haben keine Möglichkeit, eine Waschmaschine selbst zu entsorgen – oder aber den E-Herd fachmännisch anzuschließen.

Fazit - trotzdem genau hinschauen

Es wäre falsch auszuschließen, dass es während großer Rabattschlachten on- und offline keinen Händler geben würde, der Kunden mittels Rabatten aufs Kreuz legt. Manche Händler locken Kunden sogar mit der Geldzurückgarantie, wenn diese nur viele Sterne vergeben. Verbraucher sollten daher bei jedem Rabatt genau hinschauen und lieber den Preis checken, bevor sie zuschlagen. Und wer per Liste einkauft und sich von den wichtigsten Gütern zum Spaßprodukt durcharbeitet, der wird auch tatsächlich sparen.

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