Im Heidengrabenzentrum können Besucher virtuell in die Lebensrealität der Kelten eintauchen. (Archivfoto) Foto: Ines Rudel

Im Heidengrabenzentrum (Kreis Esslingen) können Keltenfans derzeit einiges erleben. So führt ein Druide durch das Thema Samhain, das als möglicher Vorläufer von Halloween gilt.

Während vielerorts Museen und Freilichtanlagen in die Winterpause gehen, bleibt das Heidengrabenzentrum bei Erkenbrechtsweiler (Kreis Esslingen) auch in der kalten Jahreszeit geöffnet. In den kommenden Wochen gibg es mehrere Vorträge und Veranstaltungen für Keltenfans. Am kommenden Wochenende ist beispielsweise das Fest Samhain Thema.

Das Heidengrabenzentrum ist im vergangenen Jahr eröffnet worden – an jener Stelle im Dreieck zwischen Erkenbrechtsweiler, Hülben und Grabenstetten, an der sich vor mehr als 2000 Jahren eine der größten befestigten spätkeltischen Siedlungen Europas befunden hatte. In dem Informationszentrum beim Burrenhof werden keine originalen Relikte aus der Ära der Kelten präsentiert. Vielmehr handelt es sich bei der Ausstellung um eine virtuelle Reise in die Zeit vor 2500 Jahren. Ein Rahmenprogramm ergänzt die Schau mit regelmäßigen Vorträgen und anderen Veranstaltungen.

Heidengrabenzentrum: Einblicke in Kelteneliten und Architektur

Darunter mehrere Termine im November und den Folgemonaten. „Fürsten, Fernhandel und Grabhügel – Archäologie der frühen Keltenzeit an der Heuneburg“ lautet das Thema am Donnerstag, 6. November, 19.30 Uhr. Leif Hansen und Roberto Tarpini vom Landesamt für Denkmalpflege berichten von der Heuneburg – einem Fürstensitz von europäischem Rang – und der Entdeckung einer Grabkammer bei Riedlingen. Sie eröffnen „neue Perspektiven auf eine Gesellschaft, die kunstfertig, vernetzt und machtbewusst war“, teilt das Heidengrabenzentrum mit.

Das Heidengrabenzentrum von außen (Archivfoto) Foto: Ines Rudel

Architekt Thomas Ott spricht am Donnerstag, 20. November, 19.30 Uhr, im Heidengrabenzentrum über „Archäologie neu interpretiert – Zur Architektur des Heidengrabenzentrums und -turms“. Anmeldung unter info@region-heidengraben.de.

Samhain mit dem Druiden vom Heidengraben erleben

Um das keltische Fest Samhain geht es am Samstag, 1. November, 11 bis 18 Uhr. Es sei ein Übergang zwischen Licht und Dunkelheit, Vergangenheit und Zukunft, teilt das Heidengrabenzentrum mit. Das Fest gilt als möglicher Ursprung von Halloween.

Am Heidengrabenzentrum zeige die Gruppe Riusiava am Samstag über den Tag hinweg das alltägliche Leben der Kelten: Kleidung, Handwerk, Forschung und Rekonstruktion sollen laut Veranstalter anschaulich erfahrbar gemacht werden. Am Abend ab 18 Uhr führt dann „der Druide vom Heidengraben“ in einer kritisch begleiteten Inszenierung durch das Thema Samhain. Die Vorführungen sind kostenlos, für den Besuch der Ausstellung gilt der reguläre Eintritt.

Kelten-Welten: 35 Repliken keltischer Schätze entdecken

Die Sonderausstellung „Kelten-Welten – Repliken keltischer Kostbarkeiten“ ist noch bis 31. Januar zu den Öffnungszeiten zu sehen und im regulären Eintritt enthalten. Sie präsentiert 35 detailgetreue Repliken keltischer Kostbarkeiten.

Die Veranstaltung „Keltischer Vollmondgenuss“ findet am Montag, 1. Februar, 17 Uhr, am Heidengrabenzentrum statt. Bei einem Nacht-Spaziergang rund um den Heidengraben geht es um keltische Mythen, Geschichten und wissenschaftliche Hintergründe zum Mond als Symbol für Wandel und Zeitrechnung. Anmeldung unter info@region-heidengraben.de.

Öffnungszeiten des Heidengrabenzentrums: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Geschlossen ist von 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar. Führungen können ganzjährig unter info@heidengraben.de gebucht werden. Weiteres unter www.region-heidengraben.de.