Ein Hauch von Jaguar E: Der neue Mazda kommt ziemlich flach daher Foto: Mazda - Mazda

Der Mazda3 ist in der vierten Generation auf dem Markt – kompakt überarbeitet und mit markantem Design.

EsslingenSUVs und kein Ende: Der Hype um die hochgebockten Autos hält an, das belegen die stetig steigenden Zulassungszahlen in diesem immer noch relativ neuen Segment. Da treten die klassischen Klein- und Kompaktwagen fast in den Hintergrund. Den Gegenbeweis, dass es jenseits der SUV noch richtige Attraktionen gibt, tritt der neue Mazda3 an.

Die vierte Generation des Kompaktmodells ist mit seinem neuen Design ein Hingucker. Mazda hat das markentypische Kodo-Design weiterentwickelt und auf alle überflüssigen Elemente verzichtet. Keine Schnörkel sondern glasklare Linien prägen sowohl das Außen- als auch das Innendesign des neuen Kompakten, der ab 22 990 Euro erhältlich ist. Keine Frage: Der neue Mazda3 ist die sportlichere Alternative zum doch eher biederen Golf. Dass dabei auch die Power unter der Haube mithalten sollte, das wissen auch die Japaner. Standen zum Marktstart im Frühjahr nur ein 2,0 Liter großer Benziner mit 122 PS sowie ein 1,8-Liter-Diesel mit 116 PS zur Verfügung, so kommt im September auch der erste selbstzündende Benziner in einem Serienfahrzeug zum Einsatz.

Der sogenannte Diesotto mit 2,0 Litern Hubraum und rund 132 kW/180 PS bringt den Kompaktwagen so richtig in Fahrt. Er ist laut Mazda spurtstark und drehfreudig wie ein Benziner und sparsam wie ein Diesel. In Verbindung mit dem serienmäßigen Mildhybrid-System liege der durchschnittliche Verbrauch bei 4,4 Liter und der Gesamt-CO2-Ausstoß bei nur 100 g/km. Mit diesem Motor, der mit Superbenzin E5 oder E10 (ROZ 95) betrieben wird und die Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllt, ist der Mazda3 ab 26 790 Euro erhältlich. Im Basismodell wiederum steckt der Benziner mit 122 PS, der den Mazda3 in bestenfalls 10,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt, eine Spitze von 197 km/h erreicht und laut Mazda auf Verbrauchswerte ab 5,1 Liter (117 g/km CO2) kommt. Für den Diesel mit 116 PS (ab 25 290 Euro) lauten die Werte 10,3 Sekunden, 194 km/h, 4,1 Liter und 107 g/km. Beide Motoren können als Alternative zur Handschaltung auch mit einer sechsstufigen Automatik bestellt werden. Erstmals gibt es den Mazda 3 auch mit Allradantrieb.

Die Grundausstattung des 4,46 Meter langen Mazda3 kann durchaus als üppig bezeichnet werden. So verfügt bereits das Basismodell über Extras wie LED-Scheinwerfer, eine automatische Abstandsregelung, ein Head-up-Display oder eine Touchscreen-Navigation.

Erstmals verfügbar sind ein Aufmerksamkeitsassistent, eine Querverkehrassistent nach vorne (FCTA) und eine erweiterte Stauassistenzfunktion (CTS), die das Fahren in zäh fließendem Autobahnverkehr durch selbstständiges Beschleunigen, Bremsen und Lenken erleichtert. Weniger üppig ist allerdings das Ladevolumen des neuen Mazda3 mit 358 bis 1026 Litern. Nach der fünftürigen Schrägheckversion bringen die Japaner demnächst auch die Stufenheckvariante (Limousine) an den Start, die allerdings in Deutschland bisher nur etwa jeder fünfte Mazda3-Käufer geordert hat.

Seit dem Start des Mazda3 im Herbst 2003 wurden von dem Kompaktwagen weltweit mehr als sechs Millionen Einheiten verkauft – davon rund eine Million in Europa beziehungsweise 220 000 in Deutschland. Unterdessen setzt Mazda seinen Erfolgskurs auf dem deutschen Pkw-Markt fort. In der ersten Jahreshälfte verbuchte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit 35 405 Neuzulassungen eine Steigerung um 4,2 Prozent und erreichte einen Marktanteil von 1,9 Prozent; der Gesamtmarkt wuchs im gleichen Zeitraum lediglich um 0,5 Prozent. Zudem liegt der Anteil der Privatzulassungen bei Mazda mit fast 50 (49,3) Prozent deutlich höher als im Gesamtmarkt (36,1 Prozent).

In der markeninternen Absatzrangliste von Mazda verteidigten die beiden SUV-Modelle ihre Spitzenposition: Der Mazda CX-5 belegt mit 10 883 Neuzulassungen zwischen Januar und Juni diesen Jahres den ersten Platz, gefolgt vom Mazda CX-3 mit 9273 Einheiten. Für den im Frühjahr gestarteten Mazda3 der vierten Generation entschieden sich bisher bereits rund 5000 Kunden.

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