Die Kinder des Kindergartens Sonnenstrahl haben sich für den Festumzug als kleine Sonnen verkleidet. Foto: Ehehalt - Ehehalt

Das Sielminger Heimatfest stand unter einem guten Stern: 1500 Besucher haben bei strahlenden Sonnenschein den Festumzug bestaunt. Auf dem Fest spielte die weltbekannte Band Barclay James Harvest.

FilderstadtEs war bombastisch, was die Arbeitsgemeinschaft der Sielminger Vereine (Arge) bei der zwölften Auflage ihres Heimatfestes auf die Beine stellte. Schon am Freitagabend waren rund 1500 Besucher begeistert vom Auftritt der weltbekannten Band Barclay James Harvest sowie von der Vor-Band Gracefire. Samstags zauberte die Antenne 1-Live-Band viel Partystimmung ins Festzelt, am Montag trafen sich Senioren und verschiedene Jahrgänge zum gemütlichen Ausklang des Festes. Für Vergnügen sorgte ein Rummelplatz mit Schießbuden, Karussells und Boxautos.

Entlang der Umzugsstrecke von der Dorfmitte bis zum Festgelände an der Reithalle standen und saßen die Besucher, bejubelten die Reiter hoch zu Ross, die ideenreich geschmückten Umzugswägen, die ratternden Traktoren oder die bunten, lustigen Kostüme der Umzügler. Die Vorhut machte eine stolze Reiterstaffel, gefolgt von der prächtigen Kutsche mit Oberbürgermeister Christoph Traub und dem Arge-Vorsitzenden Wolfgang Pascher, die den Schaulustigen fröhlich zuwinkten. Es war eine bunte Vielfalt zu bewundern – der Sängerbund Sielmingen fuhr singend auf einer Pferdekutsche mit, Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins trugen die alte Fildertracht mit Bauernkittel und Rundkäppi und verteilten leckere Kartoffelspalten.

Die Schulkinder trugen Riesenbleistifte, man sah Kindergartenkinder mit lustigen Windrädern, als kleine Piraten oder fröhliche Sonnenkinder verkleidet oder Rad schlagende oder auf den Händen laufende TSV-Mitglieder.

Füchse, Bären und Heulerhexen

Die Mitarbeiter der Volksbank Filder sorgten mit lauter Schlagermusik in leuchtend grellen Bären- und Fuchskostümen für gute Stimmung und die Mitglieder der Landjugend tuckerten mit einem Traktor samt einem Anhänger mit prachtvollem Fildergemüse die Umzugsstrecke entlang. Die Evangelische Kirchengemeinde zog ein Kirchenmodell, BdS-Mitglieder warfen Bonbons in die Zuschauerreihen und ein paar honorige Herren des Motorsportclubs Sielmingen winkten gravitätisch aus einem himmelblauen Buik, Baujahr 1955. Schwarz gekleidete Mitglieder des Fasnetsverein „Belzebuben“ schwangen publikumswirksam die Karpatschen-Peitschen und die Heulerhexen hatten eine Prinzessin und Männer in Tütüs aus zitronengelbem Tüll mit dabei.

Es war ein außerordentlich humorvolles Spektaktel, an dem sich auch viele Gruppen aus der Filderregion beteiligten. Unter anderem sorgten einige benachbarte Musikvereine für schmissige Musik und der Schwäbische Albverein Bonlanden zeigte Bändertänze.

Es habe kein bestimmtes Motto für die Gestaltung des Festumzugs gegeben, verrieten Wolfgang Pascher, Vorsitzender der Arge, und Pressereferent Oliver Hippmann. Alle fünf Jahre organisiert die Arge ein Mammutereignis dieser Größenordnung. Die Vorbereitungen starteten schon an Weihnachten 2016.„Wir wollten den Sielmingern und den Besucher von auswärts wieder möglichst viel Spaß und Freude schenken. Es ist erstaunlich, dass ein kleines Dorf in der Lage ist, so viel Energie und Kraft aufzubringen“, lobte Pascher den Einsatz der 17 Vereine, die in über 3500 Arbeitsstunden das Fest stemmten. Insgesamt engagierten sich zirka 800 Sielminger fürs Gelingen. „Alle Firmen des Ortes zogen mit und unterstützten uns in vorbildlicher Weise“, freute sich Pascher und man spürte seine Erleichterung, dass vier Tage lang die Sonne zuverlässig vom Himmel strahlte. „Meine Gebete zum Wettergott haben geholfen“, schmunzelte der Arge-Vorsitzende Wolfgang Pascher.

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