Größtes Kofferraumvolumen in der Kleinwagenklasse: Der neue Renault Clio. Foto: Renault - Renault

Für Renault ist der Clio das meistverkaufte Modell der Marke. Vor kurzem haben die Franzosen die fünfte Generation auf die Straße geschickt.

EsslingenWas für Opel der Corsa und für VW der Golf ist, das ist für Renault der Clio – nämlich das meistverkaufte Modell der Marke. Seit 1990 geht das schon so mit dem kleinen Franzosen (15 Millionen Verkäufe seitdem). Und seit kurzem ist die fünfte Generation auf der Straße, womit Renault in der Kleinwagenklasse auch gleich ein paar neue Duftmarken gesetzt hat. Beispielsweise das Kofferraumvolumen: Mit rund 50 Litern mehr als zuvor stehen jetzt 391 Liter zur Verfügung, das ist Bestwert in der Kleinwagenklasse. Und damit bietet der kleinere Clio sogar mehr als der größere Golf (380 Liter).

Aber das Kofferraumvolumen muss bei einem Kleinwagen nicht das größte Kriterium sein. Wichtig ist da auch der Preis – und der ist durchaus akzeptabel: Mit 12 990 Euro ist man beim neuen Clio schon dabei. Die fünfte Clio-Generation ist durchweg fünftürig und mit 4,05 Meter 1,2 Zentimeter kürzer als das Vorgängermodell, bietet aber innen mehr Raum. So verfügt das komplett neu entwickelte Modell nicht nur einen größeren Kofferraum, auch für die Passagiere gibt es mehr Platz. So wächst der Knieraum im Fond laut Renault um 2,6 Zentimeter. Die Ellbogenfreiheit legt um 1,8 Zentimeter vorne und 0,8 Zentimeter hinten zu, heißt es.

Zahlreiche Assistenzsysteme

Das Interieur hat Renault komplett weiterentwickelt. Für das fahrerorientierte „Smart Cockpit” ist das vernetzte Multimediasystem Easy Link erhältlich. Das System ist auf Wunsch mit einem 9,3-Zoll (23,6-Zentimeter)-Monitor bestellbar, mit dem der Clio über einen der größten Touchscreens in seiner Klasse verfügt. Erstmals bei Renault ist beim neuen Clio das Aufspielen von Software-Updates möglich. Auch bei den Fahrerassistenzsystemen fährt der neue Clio mit dem umfangreichsten Paket seines Segments vorweg, etwa dem adaptiven Tempopilot mit Stop & Go-Funktion. Ebenfalls neu ist der Autobahn- und Stauassistent. Das teilautomatisierte System kann auf mehrspurigen Straßen den Clio komplett übernehmen, beschleunigen, bremsen und dem vorausfahrenden Fahrzeug folgen.

Vier Benzinmotoren zwischen 48 kW/65 PS und 96 kW/130 PS stehen zur Wahl. Damit erreicht der Clio Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 km/h und kommt laut Hersteller auf Verbrauchswerte ab 4,4 Liter (100 g/km CO2). Ein Dieselmotor wird für den Clio auf dem deutschen Markt nicht mehr angeboten, dafür aber bald ein Hybridantrieb (ab Frühjahr 2020). Der Clio übernimmt damit eine Vorreiterrolle bei Renaults Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Die Hybridversion des Clio fährt mit einem 1,6-Liter-Benziner, zwei E-Maschinen und einem 1,2 kWh großen Akku. Renault spricht von einem Verbrauchsvorteil des Teilzeitstromers im Stadtverkehr von bis zu 40 Prozent.

LED-Licht vorne und hinten

Zu den hervorstechenden Designmerkmalen des neuen Clio zählen die markant profilierte Motorhaube sowie der tief nach unten gezogene Kühlergrill. Die Hauptscheinwerfer sind ebenso wie die Rücklichter bereits ab der Basisausstattung in Voll-LED-Technik ausgeführt. Eingerahmt werden sie von den bis in den Stoßfänger gezogenen LED-Tagfahrlichtern in Form eines asymmetrischen „C”. Die markentypische Lichtsignatur in C-Form findet sich auch in den Rückleuchten und in der Chromeinfassung der Nebelscheinwerfer.

Neu im Clio ist auch das Multi-Sense-System, das Renault erstmals für einen Kleinwagen anbietet. Damit kann der Fahrer unter anderem den Lenkradwiderstand oder das Ansprechverhalten des elektronischen Fahrpedals (Gaspedalkennlinie) sowie bei den Varianten mit EDC-Doppelkupplungsgetriebe die Geschwindigkeit der Gangwechsel und die Schaltstrategie einstellen. Hierfür stehen die beiden vorkonfigurierten Programme „Eco” und „Sport” zur Auswahl. Hinzu kommt der frei konfigurierbare Modus „My Sense”.

Der Clio der fünften Generation ist das erste Fahrzeug auf Basis der neu entwickelten modularen CMF-B-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi. Im Vergleich zur Plattform des Vorgängermodells besteht diese zu 85 Prozent aus neuen Teilen und ist rund 50 Kilogramm leichter.

Renault fertigt den Clio seit 1990 (Nachfolger des Renault R5). Seitdem lieferte der französische Hersteller rund 15 Millionen Exemplare aller vier Modellgenerationen aus.

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