Die Experten räumen Philipp Klement gute Chancen ein, den verletzten Daniel Didavi gegen Holstein Kiel zu vertreten. Foto: dpa

Die Verletzung von Daniel Didavi trifft den VfB Stuttgart hart. Denn der Spielmacher gehört beim Fußball-Zweitligisten zu den wichtigsten Profis. Trainer Tim Walter sucht vor dem Spiel gegen Holstein Kiel nach Ersatz und hat in seinem Kader mehrere Optionen.

Stuttgart (dpa/lsw) Ob Tim Walter schon weiß, wie er den verletzten Daniel Didavi gegen Holstein Kiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ersetzt, wollte der Trainer des VfB Stuttgart vor dem Spiel nicht verraten. Nur, dass der Spielmacher wegen seines beim 1:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden erlittenen Muskelbündelrisses wahrscheinlich noch bis Mitte November fehlt. Den Kreis der möglichen Alternativen grenzte Walter dann aber doch ein: Sie heißen Philipp Förster, Philipp Klement und Orel Mangala - und haben unterschiedliche Qualitäten.

Philipp Förster: Der 24-Jährige war erst kurz vor dem Ende der Transferperiode vom Zweitliga-Konkurrenten SV Sandhausen zum Bundesliga-Absteiger VfB gewechselt. Dementsprechend kommt Förster bisher erst auf vier Einsätze für die Stuttgarter. Doch vor allem beim 1:0-Sieg Ende September beim Aufstiegskonkurrenten Arminia Bielefeld zeigte der in der VfB-Jugend ausgebildete Förster seine Qualitäten: gute Technik, Torgefahr und körperliche Robustheit. Auch mit einem Tor und einer Torvorlage konnte er bei seinem Trainer schon punkten. Gespielt hat er bisher meist auf der linken oder rechten Halbposition, zentral kann er es aber auch.

Philipp Klement: Auch der 27-Jährige ist im Sommer als großes Versprechen an den Cannstatter Wasen gekommen. Schließlich war der Neuzugang beim SC Paderborn maßgeblich am Aufstieg in die Bundesliga beteiligt. Wegen einer gewissen Verletzungsanfälligkeit konnte Klement in Stuttgart aber noch nicht richtig liefern. Dennoch bezeichnete ihn VfB-Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber dem «kicker» als «Granate». Ihm fehle nur noch «die eine oder andere starke Aktion oder ein Tor, damit der Knoten platzt». Klement hat in Paderborn alles gezeigt, was ein offensiver Mittelfeldspieler braucht: feine Technik, hohe Spielintelligenz und Torgefahr. Für die Ostwestfalen erzielte er in der vergangenen Saison 16 Treffer und bereitete sechs vor. Und will das nun auch am Neckar zeigen.

Orel Mangala: Der junge Belgier kam erstmals nach dem Bundesliga-Abstieg 2016 zum VfB, konnte sich aber nicht durchsetzen. Deshalb liehen ihn die Stuttgarter nach der Rückkehr ins Oberhaus an den Hamburger SV aus. Beim norddeutschen Zweitligisten gehörte Mangala im zentralen defensiven Mittelfeld zu den stärksten Spielern, weshalb ihn der VfB in diesem Sommer prompt zurückholte. Ballsicherheit, Raumgefühl und Zweikampfstärke machen den 21-Jährigen zum Versprechen für die nahe Zukunft. Weil er normalerweise defensiver ausgerichtet ist als Förster und Klement, dürften die Konkurrenten als Didavi-Ersatz aber die etwas besseren Karten haben.

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