Der VfB Stuttgart tritt mit mächtig Rückenwind bei Fenerbahce Istanbul an. Lässt der Trainer seine am Wochenende erfolgreiche Elf erneut ran?
Domenico Tedesco zeigte sich tief beeindruckt. Der ehemalige Jugendtrainer des VfB Stuttgart, nun in Diensten des Fenerbahce Spor Külübü, äußerte sich vor der Partie gegen seinen alten Club entsprechend (Donnerstag, 18.45 Uhr, Liveticker). „Man sieht“, sagte er, „was ein Trainer bewirken kann, wenn er zwei, drei Jahre in Ruhe arbeiten kann. Ein Zustand, mit dem es in Istanbul bekanntlich nicht weit her ist. Denn schon nach nur einer Partie der bislang keine vier Monate alten Amtsperiode Tedescos gab es Diskussionen um ihn.
Beim VfB Stuttgart dagegen strotzt man nach vier Pflichtspiel-Siegen in Folge vor Selbstbewusstsein. Nachdem man am Wochenende „Wolfsburg komplett dominiert“ hat (Tedesco), scheint es sogar möglich, dass Sebastian Hoeneß erneut auf die in der Autostadt erfolgreiche Elf setzt. Ganz nach dem Motto „Ändere niemals etwas an der erfolgreichen Aufstellung.“ Es wäre ein Novum in dieser Saison. Die Nachnominierung Nikolas Narteys spricht auch dafür. Der Däne nahm den Platz von Ermedin Demirovic ein, der mit einem angehenden Fußwurzelbruch vorerst ausfällt.
Hoeneß wollte sich vor der Partie nicht in die Karten schauen lassen. Es erscheint allerdings realistisch, dass Hoeneß auf vertraute und erfahrene Kräfte baut, nämlich seinen Kapitän Atakan Karazor. Und möglicherweise auf Stürmer Deniz Undav, der nach wochenlanger Reha und zwei Kurzeinsätzen wieder mit den Hufen scharrt.