Spielten zuletzt als Leihgabe des VfB für Roter Stern Belgrad und den FC Zürich: die Stürmer Silas (li.) und Juan José Perea. Foto: IMAGO/MN Press Photo, Steinsiek,ch

Die Stürmer Juan José Perea (Achillessehnenriss) und Silas (Knöchelverletzung) sind verletzt – und spielen beim VfB trotz laufender Verträge keine Rolle mehr. Was wird aus dem Duo?

Wenn der VfB an diesem Mittwoch (15.30 Uhr) mit dem Training beginnt, dann sind auch zwei in der Vorsaison verliehene Spieler wieder ein Teil des Kaders beim Pokalsieger. Allerdings werden sowohl der Flügelstürmer Silas, dessen einjähriges Engagement beim serbischen Meister Roter Stern Belgrad beendet ist, sowie der zentrale Angreifer Juan José Perea, der in der angelaufenen Saison für den FC Zürich in der Schweizer Super League im Einsatz war, nicht im Kreise der Stuttgarter Kollegen auf dem Platz stehen.

Der Grund für die Abwesenheit des Duos ist einfach: Beide Spieler sind aktuell schwerer verletzt. Während Silas seit längerer Zeit an Knöchelproblemen laboriert, hat es den Kolumbianer Perea noch heftiger erwischt. Nach zuvor sieben Ligatreffern für den FC Zürich riss bei dem 25-Jährigen Anfang März die Achillessehne – seither weilt der Stürmer im Krankenstand.

Doch auch so sieht der VfB keine sportliche Verwendung mehr für den bulligen Perea, der im Sommer 2022 in der Ära des ehemaligen VfB-Sportchefs Sven Mislintat vom FC Ioannina aus der ersten griechischen Liga nach Stuttgart gekommen war – und der bei den Cannstattern wie Silas noch einen Vertrag bis 2026 besitzt.

Aktuell ist die Lage für beide Seiten daher keine einfache: Perea hat beim VfB keine Perspektive mehr – und der VfB wiederum sitzt auf einem verletzten Spieler, für den er schon allein aus finanziellen Gründen zügig einen neuen Verein finden möchte. Schließlich könnte dieser zumindest einen Teil des Gehaltes des 25-Jährigen übernehmen. Als letzte Alternative stünde bei Juan José Perea auch eine vorzeitige Vertragsauflösung im Raum.

Silas hat durchaus einen Markt

Ein wenig anders sieht es bei Silas aus. Schließlich hat der ehemalige Publikumsliebling des VfB, der im Sommer 2019 für acht Millionen Euro an Ablöse vom FC Paris kam, international sowie in der Bundesliga aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner Raffinesse am Ball noch immer einen Namen – und durchaus einen Markt.

Allerdings passt der Spieler als echter Individualist auf der rechten Offensivseite nicht ins Konzept des VfB-Cheftrainers Sebastian Hoeneß – und hat mit 16 Ligaeinsätzen (5 Tore), davon keinem über 90 Minuten, in seiner Zeit bei Roter Stern trotz acht Einsätzen in der Champions League (2 Treffer) auch keine Bäume ausgerissen. Klar war daher bereits vor seiner Knöchelverletzung, dass die Belgrader im Fall des Nationalspielers aus der Demokratischen Republik Kongo nicht von ihrer Kaufoption Gebrauch machen würden.

Aktuell ist Silas in Stuttgart. Der 26-Jährige arbeitet in der VfB-Reha-Welt an seiner Rückkehr – und wurde auch bereits beim leichten Joggen am Neckar gesichtet. Auf seinem Weg zum Comeback ist der Afrikaner also bereits weiter als der Stürmer-Kollege Perea.

Und auch mit Blick auf seine Zukunft kann man beim VfB optimistischer sein. Klar ist, dass sich ein Club finden muss, der Silas kauft. Denn eine weitere Leihe ist wie bei Perea im letzten Vertragsjahr ausgeschlossen. Findet sich kein Abnehmer, wäre Silas als Ultima Ratio weiterhin Teil des Stuttgarter Teams – und müsste quasi auf eine Chance durch die Hintertüre hoffen.