Der VfB Stuttgart hat seinen Meisterhelden von 1950 einen würdigen Rahmen zum 75. Jubiläum der Meisterschaft bereitet. Präsident Dietmar Allgaier äußerte sich zum geplanten VfB-Museum.
Der VfB Stuttgart hat seinen Helden von 1950 und damit auch seinem ersten nationalen Titel einen würdigen Rahmen zum 75. Jubiläum der Meisterschaft bereitet. Am 25. Juni 1950 holten die Weiß-Roten mit einem 2:1-Sieg gegen Kickers Offenbach ihre ersten nationale Meisterschaften. Im Stadtpalais kam am Mittwochabend ein Teil der VfB-Familie zusammen. Nach eröffnenden Reden von VfB-Präsident Dietmar Allgaier, Stadtpalais-Leiter Dr. Torben Giese und Ordnungsbürgermeister Clemens Maier wurde ein rund einstündiger Film gezeigt, der die damaligen Ereignisse rund um das Finale gegen Kickers Offenbach in bewegenden, schwarz-weißen Bildern Revue passieren ließ. „Hinein“ lautete der Titel des Meisterschaftsfilms von 1950.
Danach folgte eine weitere kleine Zeitreise. Auf dem Podium saßen Dr. Gudrun Kuip (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Theodor-Heuss-Haus), Peter Schmid (Sohn von Meister-Torhüter Otto „Gummi“ Schmid) und Christa Ströhle-Duchatsch (Tochter von Meisterspieler Josef Ledl und selbst Protagonistin im Film), moderiert wurde von Bernd Sautter. Allen gaben kurzweilige Einblicke und Anekdoten aus der damaligen Zeit.
Allgaier kündigt VfB-Museum an
Für Aufhorchen sorgte VfB-Präsident Allgaier, als das Thema VfB-Museum zur Sprache kam. Das ist schon lange geplant, schon Allgaier-Vorgänger Claus Vogt hatte dies auf seiner Agenda. Nun soll es umgesetzt werden, das Thema ist nach Informationen unserer Redaktion auch im „Strategiepapier 2030“ von VfB-Vorstand Alexander Wehrle verankert.
„Ich weiß noch nicht genau wo, ich weiß noch nicht genau wann. Aber ich weiß, dass wir gerade alles daransetzen, möglichst bald ein eigenes Museum zu haben, um unsere Tradition allen Menschen zugänglich machen zu können. Natürlich in Bad Cannstatt, idealerweise im Neckarpark“, gab Allgaier Einblick. Auch Schmid, Leiter der VfB-Garde, stimmte ein: „Wir haben so viele Titel, so viel zu zeigen. Es muss jetzt endlich einmal ein Ort her, der unsere Tradition und unsere Geschichte standesgemäß zur Schau stellt.“
Weitere Details kamen nicht zur Sprache. Immerhin lässt sich jedoch feststellen, dass der Club das Thema mit einer gewissen Priorisierung auf dem Schirm hat.